Der Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Sindelfingen, Max Reinhardt, hat ein Kompetenzteam vorgestellt, 31 Personen gehören ihm an. Das Team soll den FDP-Stadtrat vor allem in der Zeit des Wahlkampfs mit fachlicher Kompetenz beratend zur Seite stehen. „Mir ist es ein großes Anliegen, Expertise aus verschiedenen Bereichen in einem Team zu bündeln. Es soll Perspektiven einbringen und Impulse geben, die in ein Programm für die Stadt Sindelfingen münden“, erklärt Reinhardt gegenüber unserer Zeitung. Sindelfingen sei eine vielschichtige Stadt, in der Menschen aus den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Kultur, Familie, Gastronomie und sozialem Zusammenhalt Fach- und Alltagskenntnisse einbringen könnten.
Reinhardts Expertenteam besteht aus vielen, in Sindelfingen bereits bekannten Gesichtern. Für den Bereich Gesundheit hat der OB-Kandidat den Holzgerlinger Apotheker Björn Schittenhelm, für das Thema Schulen die Schulleiterin des Unterrieden-Gymnasiums Martina Fuchs, für die Verwaltung den Magstadter Bürgermeister Florian Glock, für den Bereich sozialer Zusammenhalt den Sozialpädagogen und Extremismusexperten Mathieu Coquelin und für das Thema Start-ups den langjährigen IBM-Manager Wolfgang Vogt gewinnen können.
Überparteiliche Expertise gewünscht
Die Idee seines Expertenteams sei angelehnt an das System der sogenannten „Sachkundigen Einwohner“, ein Gremium aus Menschen mit speziellen Sachkenntnissen, die bei Themen im Gesamtgemeinderat und bei Ausschusssitzungen regelmäßig eingebracht werden, erklärt Reinhardt. Er verweist dabei auf einen Personenkreis mit Nähe zur CDU, den Freien Wählern, der FDP, der SPD und den Grünen, aber auch parteipolitisch unabhängigen Köpfen. „Neben dem Expertenteam ist mir während der Wahlkampfphase und in einer eventuellen Amtszeit als OB wichtig, verschiedenen Stimmen von Menschen zu hören, die unterschiedlichen politischen Couleurs oder gar keiner Partei zugehörig sind. Dazu gehören eben auch Vertreter aus der lokalen Wirtschaft und aus der Bürgerschaft. Diese Dialoge führe ich schon.“ Vereinzelt werden einige der Beraterinnen und Berater auch öffentlich auftreten und zu stadtspezifischen Themen diskutieren und Ideen vortragen.
Trotz eines klaren und öffentlichen Bekenntnisses des Kompetenzteams zum OB-Kandidaten Max Reinhardt – ein festes Instrument, das auch nach einer möglichen Wahl Reinhardts im Rathaus installiert werde, sei das Expertenteam nicht, betont der 25-jährige Jurist. „Es ist weder ein Schattenkabinett noch der Max-Reinhardt-Fanclub. Da es sich um ein breites Beratungsteam handelt, gibt es durchaus Themen, bei der wir nicht dieselbe Meinung vertreten.“ Damit der regelmäßige Input auch nach einer möglichen Wahl Reinhardts nicht abreißt, könnte sich der Liberale eine Art Ideenlabor vorstellen. „Manchmal ist die Stadtverwaltung noch zu langsam, schnell auf Themen aus der Bevölkerung zu reagieren. Da könnten wir kreativer und moderner sein“, sagt Reinhardt.
OB-Wahl am 11. Mai
Die Bürgerinnen und Bürger Sindelfingens wählen am 11. Mai einen neuen Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin. Der amtierende OB Bernd Vöhringer (CDU) hatte Anfang Dezember 2024 mitgeteilt, bei der Wahl zum Stadtoberhaupt nicht mehr anzutreten. Vöhringer steht seit 2001 an der Spitze des Rathauses. Neben dem FDP-Stadtrat Max Reinhardt hat offiziell bislang nur der Ehninger Bürgermeister Lukas Rosengrün (SPD) seine Kandidatur für die OB-Wahl angekündigt.