Bergheimer Steige in Stuttgart Freie Wähler fordern schnelle Sanierung des Unfallschwerpunkts

Die Bergheimer Steige ist gekennzeichnet durch zahlreiche, enge Kurven. Foto: Andreas Rosar

Die Straße zwischen Weilimdorf und Schloss Solitude soll zum Teil saniert werden. Die Fraktion befürchtet Auswirkungen auf den Straßenverkehr – auch wegen des Engelbergtunnels.

Reporter: Alexander Müller (ale)

Grundsätzlich begrüßen die Freien Wähler, dass der Unfallschwerpunkt auf der Bergheimer Steige zwischen Weilimdorf und Schloss Solitude entschärft werden soll. Doch die Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat sorgt sich auch um die verkehrsbedingten Auswirkungen der Baustelle. Die Maßnahme soll daher so kurz wie möglich gehalten und vor allem auch erst in Angriff genommen werden, wenn im Engelbergtunnel wieder möglichst viele Fahrspuren zur Verfügung stehen. Denn noch sind diese nach dem Brand eine Lastwagens teilweise gesperrt.

 

Sperrung so kurz wie möglich halten

Seit Jahren gilt die Bergheimer Steige als Unfallschwerpunkt. Alleine im vergangenen Jahr krachte es 19 Mal, für 2024 weist die Statistik gar 25 Unfälle aus. Das Problem: Auf der rund 1,3 Kilometer langen, steilen Straße gibt es zahlreiche enge Kurven. Nun wird zumindest eine Gefahrenstelle entschärft: Die berüchtigte mittlere Kehre wird für rund 1,5 Millionen Euro saniert. Der Asphalt und die Schutzplanken werden erneuert, zudem die Trassenführung und die Fahrbahnentwässerung optimiert. 893.000 Euro steuert das Land bei.

Dafür soll ab Mitte Juli die wichtige Verbindung zwischen Weilimdorf und den Fildern für knapp vier Monate gesperrt werden. Das sehen die Freien Wähler kritisch. „Um größere Auswirkungen auf den Stadtbezirk Weilimdorf und das Straßennetz zu vermeiden, ist es uns wichtig, dass die Sperrung der Bergheimer Steige möglichst kurz gehalten wird“, sagt Stadtrat Michael Schrade. Zudem soll die Sanierung erst im Anschluss an die durch den Brand notwendigen Reparaturen im Engelbergtunnel vorgenommen werden. Denn viele Verkehrsteilnehmer nutzen die Bergheimer Steige aufgrund des baubedingten Engpasses auf der A81 als Ausweichroute.

Verbot für breite Fahrzeuge strenger kontrollieren

Zeitgleich erneuern die Freien Wähler ihren Wunsch nach einer generellen Sanierung der Bergheimer Steige. Damit sei aber kein Ausbau und eine Verbreiterung gemeint, wird in einer Pressemitteilung betont. Um weitere Unfälle zu vermeiden, müsse zudem das geltende Fahrverbot auf der steilen Waldstraße strenger kontrolliert werden. Denn lediglich maximal 2,2 Meter Breite Fahrzeuge sind dort zugelassen.

Für eine generelle Sanierung hat die Stadt nach eigener Aussage angesichts der angespannten Haushaltslage allerdings derzeit keine Mittel zur Verfügung. Die Kosten werden auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Zudem müsste die Straße nicht nur knapp vier Monate, sondern rund zwei Jahre gesperrt werden.

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