Bergrettung in Bayern, Tirol und Südtirol Diese App könnte Bergsportlern das Leben retten

Von sah/dpa/epd 

In den Bergen unterwegs zu sein, ist nicht ungefährlich. Damit im Notfall so schnell wie möglich Hilfe anrücken kann, gibt es nun eine Notfall-App für Bayern, Tirol und Südtirol.

Schnelle Hilfe ist bei Unfällen in den Bergen wichtig, die App „SOS-EU-Alp“ soll dazu beitragen. Foto: dpa
Schnelle Hilfe ist bei Unfällen in den Bergen wichtig, die App „SOS-EU-Alp“ soll dazu beitragen. Foto: dpa

Stuttgart - Sie soll Menschen in den Bergen das Leben retten: Eine App namens „SOS-EU-Alp“ ist nun länderübergreifend für Wanderer und Kletterer in Bayern, Tirol und Südtirol verfügbar. Mit der Anwendung für Smartphones können Menschen im Notfall ihre Positionsdaten an eine Leitstelle übermitteln und eine Sprachverbindung aufbauen. Besteht kein Netz, zeigt die App Hinweise zum Verhalten im Notfall an.

In den Bergen unterwegs zu sein, ist nicht ungefährlich. Bisher war ein großes Problem, dass Wanderer, Kletter und andere Bergsportler oft keinen genauen Standort angeben konnten, wenn sie einen Notruf absetzten. Die SOS-App ist speziell für Menschen entwickelt, die sich in den Bergen aufhalten. Die GPS-Daten werden bereits mit dem Absetzen des Notfalls an die zuständigen Integrierten Leitstellen übermittelt. Verletzte könnten dadurch schneller gefunden werden.

Bisher war die App nur in Südtirol und Tirol zu nutzen

„Die App ist ein großer Sicherheitsgewinn für alle, die in den Bergen unterwegs sind“, sagte CSU-Innenminister Joachim Herrmann am Freitag im österreichischen Wörgl. Das Bayerische Kuratorium für Alpine Sicherheit habe die Nutzbarkeit der App für Smartphones wesentlich vorangetrieben. Deren Vorsitzende, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU), stellte das Programm zusammen mit dem Tioler Landeshauptmann Günther Platter und dem Südtiroler Landesrat für Bevölkerungsschutz, Arnold Schuler, vor. Bislang war die App nur in Tirol und Südtirol zu nutzen gewesen.

Aus unserem Plus-Angebot: Bergsteigerlegende Reinhold Messner wird 75 – „Man muss etwas wagen“

Nach Angaben des Innenministeriums kam es im vergangenen Jahr zu rund 100 Bergunfällen mit Verletzten und Toten. Die meisten Unfälle passierten demnach in unwegsamem Gelände, was ein Auffinden des Unglücksorts sehr zeitaufwendig mache. „Das soll sich mit der App ändern“, sagte Herrmann.