Berlin: Special Olympics World Games Gold für Mika Burk und Hartmut Freund
Die beiden Sportler mit Bezug zum TSV Schmiden und SV Fellbach überzeugen bei den Special Olympics World Games.
Die beiden Sportler mit Bezug zum TSV Schmiden und SV Fellbach überzeugen bei den Special Olympics World Games.
Bei den am Sonntag nach neun Wettkampftagen zu Ende gegangenen Special Olympics World Games ist dem Tischtennisspieler Hartmut Freund, der ab und an in Schmiden trainiert und deshalb beim dortigen TSV Mitglied ist, der ganz große Wurf gelungen. Mit seinem Partner Detlef Steitzer (Lebenshilfe Celle/SSV Scheuen) holte der für die TSG Reutlingen Inklusiv und den TTC Bietigheim-Bissingen startende Freund im Doppel der Wettkampfklasse MD 30+ 01 die Goldmedaille.
In der Vorrunde hatten sich die mit Abstand ältesten Teilnehmer dieser stärksten Wettkampfklasse – Steitzer ist 62 Jahre, Freund 55 Jahre – zunächst den topgesetzten Ungarn Tamas Kiss und Andrea Mate mit 0:3 geschlagen geben müssen. In der Endrunde erwiesen sich dann auch die Japaner Kyoko Ebisawa/Shora Morimatsu als zu stark und gewannen mit 3:2. Im Anschluss warteten dann erneut die Ungarn Kiss/Mate. Nachdem Steitzer/Freund den ersten Satz verloren hatten und im zweiten Durchgang bereits mit 7:10 in Rückstand lagen, bewiesen sie Kämpferherz. Sie gewannen den Satz noch mit 14:12 und darüber hinaus die Sätze drei und vier mit 11:4 und 11:7. Im dritten Spiel der Endrunde bezwang das deutsche Duo schließlich die Israelis David Kersenti/Pazit Rubens. Mit einer finalen Endrunden-Bilanz von 2:1 durfte sich Hartmut Freund mit seinem Partner aufgrund des besten Satzverhältnisses über die Goldmedaille freuen. Im Einzel landete Hartmut Freund überdies auf dem fünften Platz.
Für Mika Burk waren die Special Olympics World Games nicht nur wegen vieler toller Momente von der Eröffnungs- bis zur Schlussfeier abwechslungsreich, sondern auch wegen der verschiedenen Disziplinen, an denen der 24-Jährige teilgenommen hat. Mit großem Erfolg. Der Beinsteiner, dessen Eltern früher viele Jahre erfolgreich beim TSV Schmiden und dem SVF Fellbach Handball gespielt hatten, startete in drei Leichtathletik-Disziplinen: Mit der 4x100-Meter-Staffel wurde er Siebter, im Kugelstoßen Vierter. Der Höhepunkt war für Mika Burk aber das 100-Meter-Finale. In diesem zog der Mitarbeiter der Remstal-Werkstätten bei der Diakonie Stetten auf den letzten 50 Metern den Kontrahenten davon und gewann mit deutlichem Vorsprung Gold. Der Sieg sorgte nicht nur bei der mitgereisten Familie und den Fans für Begeisterung, sondern machte auch Fernsehsender auf den sympathischen Gewinner aufmerksam. „Zieleinlauf in Usain-Bolt-Manier“ titelte daraufhin das ZDF, das nach dem Sieg ein kurzes Filmchen über den Lauf und mit Hintergrundinformationen über den 24-Jährigen drehte. Berlin wird also auch was die Medienpräsenz angeht, in Erinnerung bleiben. „Das war eine tolle Woche, das werde ich nie vergessen“, sagte der Handball- und Fußballfan, der hin und wieder mit seinen Eltern bei Spielen in der Schmidener Sporthalle oder im Max-Graser-Stadion bei den Fellbacher Verbandsliga-Fußballern, bei denen sein Cousin Niklas Pollex spielt, zu sehen ist.