Berlinale: Der Ehren-Bär Die zweitbeste Queen – Helen Mirren

Von dpa/red 

In Stephen Frears Film „The Queen“ überzeugte sie einst restlos in der Rolle Elizabeths II. Doch auch sonst verleiht Helen Mirren jeder ihrer Rollen Charakter und Ausstrahlung. An diesem Donnerstag ehrt die Berlinale sie mit dem Ehren-Bär.

Eine der beliebtesten  Schauspielerinnen auch bei uns: Helen Mirren Foto: dpa/Jens Kalaene
Eine der beliebtesten Schauspielerinnen auch bei uns: Helen Mirren Foto: dpa/Jens Kalaene

Berlin - Sie trägt den britischen Adelstitel „Dame“, hat vom Golden Globe über den Emmy bis hin zum Oscar jeden wichtigen Filmpreis gewonnen und wird bei der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet – Helen Mirren (74) gehört zu den größten Schauspielerinnen der Gegenwart. Mirren habe seit jeher als starke Persönlichkeit mit kraftvollen Interpretationen sehr beeindruckt, hatte die Geschäftsführerin des Filmfestivals, Mariette Rissenbeek, die Entscheidung begründet.

Seit Mirrens Karrierestart vor mehr als 50 Jahren präsentierte sie ihre schauspielerische Bandbreite in zahlreichen Genres von Kriminalfilm bis Arthouse und übernahm Rollen von Gangsterbraut bis Monarchin. Ihren größten Erfolg feierte die Grande Dame des Theaters und Kinos mit ihrer oscargekrönten Rolle als unnahbare Königin Elisabeth II. im Geschichtsdrama „The Queen“ (2006).

Actionrollen machen ihren besonders Spaß

Ihre Figuren verkörpern starke, energiegeladene Frauen mit scharfem Verstand, ruhiger Selbstsicherheit und einem gewissen Maß an Selbstironie. So auch ihre Rolle als pensionierte CIA-Agentin Victoria an der Seite von Bruce Willis im Actionfilm „R.E.D. - Älter. Härter. Besser.“ (2010) oder als freche Provinz-Anführerin Chris in der Komödie „Calendar Girls“ (2003).

Actionrollen machen Mirren laut eigener Aussage besonders Spaß. „Ich liebe es, knallharte Typen zu spielen“, verriet sie in einem „Tele 5“-Interview 2019. „Doch sich von einer Königin in ein „Bad ass“ zu verwandeln, ist das Beste“, sagte sie über ihre wechselnden Rollen.

Engagierte Feministin

Auch privat begegnet die Britin mit russischen Wurzeln ihren Partnern auf Augenhöhe und macht sich für ein emanzipiertes Frauenbild und Gleichberechtigung stark. „Egal welches Geschlecht du hast, sei ein Feminist“, sagte Mirren 2017 in ihrer Rede an der Tulane Universität (USA). „Wenn Frauen Respekt entgegengebracht wird und sie die Chance haben, ihre Träume zu verfolgen, ist das ein Gewinn für alle.“

Die Berlinale würdigt Mirren für ihr Lebenswerk mit einer Hommage. Im Rahmen der Verleihung des Ehrenbären zeigt das Filmfestival die Oscar-Preisträgerin am Donnerstag im Berlinale Palast in ihrer Paraderolle in „The Queen“.