Berthold Leibinger Stiftung Uni erhält Stiftungsprofessur

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Die Berthold Leibinger Stiftung gibt 1,5 Millionen Euro für eine Stiftungsprofessur an der Universität Stuttgart.

Das Historischen Institut der Uni Stuttgart erhält eine Stiftungsprofessur. Foto: zweygarth
Das Historischen Institut der Uni Stuttgart erhält eine Stiftungsprofessur. Foto: zweygarth
Stuttgart - Vom kommenden Frühjahr an soll eine Stiftungsprofessur der besonderen Art die Uni Stuttgart bereichern. Sie ist dem Historischen Institut zugeordnet und soll die Wechselwirkungen zwischen Naturwissenschaft, Technik, Gesellschaft und Kultur untersuchen. Finanziert wird sie von der Berthold Leibinger Stiftung mit 1,5 Millionen Euro auf zehn Jahre. Die Uni hat sich im Gegenzug verpflichtet, sie großzügig auszustatten (zwei volle wissenschaftliche Mitarbeiterstellen, eine Sekretärin sowie die Räume) und sie nach Ablauf der zehn Jahre und positiver Evaluierung mindestens zehn weitere Jahre zu betreiben.

Der Stiftungslehrstuhl "Wirkungsgeschichte der Technik" geht auf einen jahrzehntelangen Wunsch des Initiators Berthold Leibinger zurück. Der knapp 80-jährige Unternehmer, der vor gut einem Jahr "aus Altersgründen" sein Amt als Vorsitzender des Unirats aufgegeben hatte, ärgerte sich sein ganzes Leben lang "über die mangelnde Artikulationsfähigkeit der Ingenieure und Techniker". So sei es schwierig, für technische Vorhaben auch in der Gesellschaft eine Akzeptanz zu finden. Deshalb solle die Stiftungsprofessur "kein Sonderpflänzlein in einem Nebengarten sein, sondern eng mit der Ingenieurausbildung verknüpft werden". Konkret soll dies in den Wahlpflichtfächern erfolgen.

Es bleibt bei zwei geisteswissenschaftlichen Fakultäten


Bei der Vertragsunterzeichnung am Freitag zeigte sich auch Rektor Wolfram Ressel hocherfreut über den Zuwachs: "Diese Professur passt hervorragend zu unserem Antrag in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative." Gerade in der Königsdisziplin der Zunkunftskonzepte, die mit dem begehrten Titel Eliteuni verbunden ist, sehe das Stuttgarter Konzept vier Beteiligte vor: Uni, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Wirtschaft und Gesellschaft. "Diese Professur würde genau im Zentrum dieses Antrags stehen", so Ressel. Und: "Wir glauben, dass das deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal ist."

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