Das für hiesige Breitengrade ungewöhnliche Getreide ist bereits gut gewachsen, wie auch die Botaniker in der Wilhelma feststellen.
Das Reisfeld in der Wilhelma steht schon ganz gut da. Das sieht auch die stellvertretende technische Leiterin der Botanik, Eva Augart. Sie ist sehr zufrieden, wie die Reispflanzen im Asiatischen Schaubauernhof im Norden des zoologisch-botanischen Gartens gewachsen sind. Sie hätten sich schön entwickelt und auch schon sehr viele Körner. Warum das so ist: „Die Jungpflanzen sind stark gewesen und in einem guten Zustand“, sagt Augart, die auch bei der Reispflanzung im Mai dabei gewesen ist. Sie hätten eine tolle Qualität. Die Pflanzen waren von der Universität Hohenheim gezogen worden. Auch die Anzahl der Pflanzen sei ausreichend gewesen. So hätten auch zwei bis drei Pflanzen zusammengesetzt werden können.
Warmes Wetter hat den Pflanzen gut getan
Auch das Wetter habe mitgespielt: Ab der Pflanzung im Mai sei es auch nicht mehr so kalt gewesen. Das habe den Pflanzen ebenfalls gutgetan. Und: Das Beet sei gut vorbereitet gewesen, so Augart. Jetzt im Herbst ist Erntezeit. Ein Termin ist noch offen. Noch hat der zoologisch-botanische Garten keine Mühle gefunden, die den geernteten Reis dann schält und so vorbereitet, dass er als Nahrungsmittel verwendet werden kann.
Vier Sorten werden im Herbst geerntet
Im vergangenen Jahr waren Mitte Oktober 20 Kilogramm Reis geerntet und ein Teil davon wieder für die neue Aussaat verwendet worden. „Dieses Mal haben wir weitere Erfahrungen gesammelt“, so Augart. Im nördlichsten Reisfeld Europas, in der Wilhelma, wachsen derzeit folgende Sorten: Cigalon, Loto, Brio und Onice. Die ertragreiche Sorte Brio stammt aus Italien. Onice ist eine Weiterzüchtung von Loto und stammt ebenfalls aus Italien. Cigalon ist ein Rundkornreis und wird in der Camarque in Frankreich angebaut.