Bestattungskultur in Stuttgart Neues Kolumbarium auf dem Ostfilderfriedhof
Die Stadtverwaltung plant ein neues Bestattungsangebot auf dem Friedhof in Sillenbuch – und folgt damit einem Trend. Der Bau soll im Frühjahr abgeschlossen sein.
Die Stadtverwaltung plant ein neues Bestattungsangebot auf dem Friedhof in Sillenbuch – und folgt damit einem Trend. Der Bau soll im Frühjahr abgeschlossen sein.
Die Stadtverwaltung Stuttgart hat Pläne für den Ostfilderfriedhof in Sillenbuch. Das Bestattungsangebot soll erweitert werden. An der Ostwand der Feierhalle ist eine neue frei stehende dreiteilige Kolumbariumwand angedacht, erklärt der Sprecher Oliver Hillinger nach Rücksprache mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt. „Diese bietet Platz für 81 Urnen“, erklärt er. Der Bau soll voraussichtlich im Frühjahr 2025 abgeschlossen sein. Das Konzept ist dieser Tage dem Bezirksbeirat präsentiert worden.
Der parkähnliche und idyllische Ostfilderfriedhof zwischen Sillenbuch und Heumaden ist rund 7,5 Hektar groß. Pro Jahr finden hier im Schnitt etwa 60 Erdbestattungen und 110 Urnenbeisetzungen statt. Auch Prominente habe ihre letzte Ruhe hier gefunden, der frühere Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel etwa oder Bienzle-Darsteller Dietz-Werner Steck und RAF-Opfer Hanns-Martin Schleyer.
Mit der neuen Bestattungsform eines Kolumbariums – also eines geschlossenen Bauwerks oder frei stehender Wände mit Nischen für die Urnen –, die es auf dem Ostfilderfriedhof so noch nicht gibt, geht die Stuttgarter Stadtverwaltung mit dem Trend. „Es wird beobachtet, dass die Bürger in den vergangenen Jahren verstärkt Urnenbestattungen in pflegearmen, naturnahen Grabarten bevorzugen“, erklärt der Stadtsprecher Oliver Hillinger.
Allerdings: Günstig ist auch diese eher schlichte Art der Beisetzung nicht. Die Kosten für das Nutzungsrecht an einer Grabnische im Kolumbarium gibt der Sprecher mit derzeit 2280 Euro plus Verwaltungsgebühren für eine Laufzeit von 20 Jahren an.