Bestseller-Tüv „Blackbird“ von Matthias Brandt

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Woche für Woche kommen neue Bücher auf den Markt. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Neuerscheinungen vor. Heute im Schnellcheck: „Blackbird“ von Matthias Brandt.

Matthias Brandt ist ein hervorragender Schauspieler, schreiben kann er auch –  nachzulesen in seinem Roman „Blackbird“, erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch, zu haben für 22 Euro. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd
Matthias Brandt ist ein hervorragender Schauspieler, schreiben kann er auch – nachzulesen in seinem Roman „Blackbird“, erschienen im Verlag Kiepenheuer & Witsch, zu haben für 22 Euro. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Stuttgart - Was taugt eigentlich „Blackbird“ von dem Schauspieler und Autor Matthias Brandt, aktuell auf Platz 16 der „Spiegel“-Bestsellerliste?

Der Inhalt

Motte lebt in einer Kleinstadt, geht aufs Brahms, wird 16 und verliert seinen besten Freund: Bogi hat Krebs – hier der Tod, aber dort die erste Liebe mit Irrungen, Wirrungen und einem zarten Happy End. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg – und zurück bleibt das ganze Gelumpe des hormonellen Ausnahmezustands Pubertät, dieser Mix aus Unerfahrenheit, Überheblichkeit, Verstocktheit und Lebenshunger.

Der Autor

Schreiben tut er nebenbei: Im Hauptberuf steht Matthias Brandt als begehrter Schauspieler vor der Kamera.

Der Spannungsfaktor

Kriegt die kleine Steffi, Expertin für absurde Dialoge, den tumben Motte rum?

Der Gesprächsfaktor

Brandt, Sohn des legendären SPD-Kanzlers, kann schreiben. Und wie! Er trifft den flapsig-rotzigen Jugendjargon.

Die Leseprobe

„Er wusste zum Beispiel, dass Methanfürze gut brannten, Kohlendioxidfürze, das waren die, wenn man zu viel Cola getrunken hatte, aber nicht.“

Das Niveau

Flüssig zum Weglesen.

Das passende Accessoire

Platten von David Bowie.

Das Buch ist genau das Richtige für

Männer, die der Generation Brandt angehören (Jahrgang 1961) und endlich verstehen wollen, was sie damals im Sturm der Hormone nicht verstehen konnten.