Bei einem Besuch von Stuttgarts OB im Porsche-Stammwerk am Freitag in Zuffenhausen lobte Fritz Kuhn den Sportwagenhersteller für sein Umweltbewusstsein.

Stuttgart - Stuttgarts neuer Grünen-Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat ein Herz für die PS-Boliden aus dem Hause Porsche. „Auch als Sportwagenhersteller zählt Porsche den Umweltschutz zu den festen Unternehmenszielen“, sagte das Stadtoberhaupt laut Mitteilung am Freitag bei seinem Besuch im Porsche-Stammwerk Zuffenhausen. Porsche habe es geschafft, die Entwicklung immer leistungsstärkerer Motoren mit Technologien zur Schadstoffreduzierung zu verknüpfen.

Beispiel für Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz

Als weiteres „Beispiel für Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz“ nannte Kuhn die vor rund einem Jahr in Betrieb genommene neue Lackieranlage. Für ihn ist Porsche ein Teil der lokalen Identität. „Porsche gehört seit über 70 Jahren zu Stuttgart wie das Rössle auf dem Stadtwappen.“

Die Autobranche steht derzeit vor der Herausforderung, politisch festgelegte Ziele beim CO2-Ausstoß zu erreichen. Die Strategien dafür sind zahlreich: Motoren mit weniger Hubraum, die aber mit Turboladern Kraftpakete bleiben, sind ein Weg bei den herkömmlichen Antrieben. Hinzu kommen Elektro- und Brennstoffzellenautos sowie Kombinationen aus beidem mit Verbrennungsmotoren, die sogenannten Hybride. Welcher Weg am Ende der beste sein wird, ist ungewiss. Klar ist nur, dass jeder Hersteller den Anschluss bei diesem Trend nicht verpassen darf.

Porsche-Chef Matthias Müller hatte diese Woche bei der US-Automesse in Detroit gesagt: „Das ist halt eine Aufgabe. Die kostet Geld. Wir stecken etwa ein Drittel unseres Entwicklungsaufwandes in alternative Antriebe - eine Menge Geld.“

Laut Müller ist die Rechnung hinter dem Thema alles andere als einfach. „Die Frage ist halt, wann dieses Geld zurückkommt und inwieweit der Kunde schon bereit ist, sich auf diese neue Technik einzulassen.“ Porsche werde seine Luxuslimousine Panamera diesen Sommer als steckdosentauglichen Elektro-Hybrid bringen. „Dann schauen wir mal, wie er am Markt ankommt. Ich bin da deshalb ein bisschen skeptisch, weil man mit so einem Auto auch zu früh sein kann."