Beth Gibbons, die Sängerin von Portishead, legt 33 Jahre nach der Bandgründung ihr erstes Soloalbum vor.

Kultur: Jan Ulrich Welke (juw)

Überbordende Schaffenskraft kann man Beth Gibbons und ihren Mitstreitern nicht attestieren. Nur drei Alben hat die britische Band Portishead in den 33 Jahren ihres Bestehens veröffentlicht – das letzte vor 16, das vorletzte vor 27 Jahren und das Debütalbum vor 30 Jahren. Diese drei Alben hatten es allerdings gründlich in sich. Das Debüt „Dummy“ hat das Genre Trip-Hop erst mitbegründet und brachte der Band aus Bristol den Mercury Prize ein, die bedeutendste Musikauszeichnung im Mutterland des Pop, die darauf enthaltenen Lieder „Glorybox“, „Wandering Star“ und vor allem das legendäre „Roads“ zählen längst zum Kanon der Popmusik. Und ihr bislang letztes Album „Third“ landete, völlig berechtigt, 2008 in nahezu allen Albumcharts des Jahres auf dem Spitzenplatz.