Betriebsratswahl bei Daimler Keine Chance für rechte Kandidaten in der Zentrale

Von agu 

Anders als im Mercedes-Werk in Rastatt haben die Kandidaten der rechten Listen in der Daimler-Zentrale in Stuttgart keine Sitze im Betriebsratsgremium erreicht. Mit Spannung wird nun das Ergebnis im Motorenwerk in Untertürkheim erwartet.

Das Daimler-Logo vor der Konzernzentrale in Stuttgart. Foto: dpa
Das Daimler-Logo vor der Konzernzentrale in Stuttgart. Foto: dpa

Stuttgart - Bei der Betriebsratswahl in der Stuttgarter Daimler-Zentrale hat die Gewerkschaft IG Metall 47 Prozent erreicht. Sie konnte die Anzahl der Sitze von 18 im Jahr 2014 auf 22 erhöhen. Bezogen auf die Sitze erreichte die IG Metall somit die absolute Mehrheit. Die Kandidaten der rechten Gruppierung Zentrum Automobil gingen leer aus. Sie erhielten keinen der insgesamt 41 Sitze im Gremium. „Das zeigt mir, dass wir eine Belegschaft haben, die sich nicht von jedem in den Bann ziehen lässt und die ihr Kreuz nicht unreflektiert macht“, sagte Jörg Spies, Betriebsratsvorsitzender der Daimler-Zentrale am Sonntag.

Wahlbeteiligung liegt bei fast 40 Prozent

Insgesamt sind 6 626 Beschäftigte zur Wahlurne gegangen; damit liegt die Wahlbeteiligung bei 39,41 Prozent. Im Mercedes-Werk in Rastatt errangen Vertreter der rechten Gruppierung Zentrum Rastatt erstmals drei von 31 Sitzen. Bis zum 5. März laufen die Betriebsratswahl im Motorenwerk in Untertürkheim, wo die Gruppierung Zentrum Automobil bereits mit vier Sitzen im 45-köpfigen Gremium vertreten ist.

Immer mehr rechte Kandidaten drängen in die Betriebsratsgremien. Auch der Waiblinger Motorsägenhersteller Stihl sieht sich mit dem Thema konfrontiert.