Betrüger haben sich gegenüber zwei 67-Jährigen aus Bietigheim-Bissingen und Benningen als Bankmitarbeiter ausgegeben und diese um ihr Geld gebracht. Die Vorgehensweisen variieren.

Ludwigsburg: Julia Amrhein (jam)

Betrüger geben sich aktuell gerne als Bankmitarbeiter aus, um das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen und so an Geld zu kommen. Zuletzt hatte die Polizei wieder zwei Fälle zu verzeichnen, in denen Unbekannte mit dieser Masche im Kreis Ludwigsburg erfolgreich waren.

 

Konto wurde angeblich „gehackt“

Bereits am Montag hatte ein 67-Jähriger aus Benningen gegen 13.20 Uhr einen Anruf erhalten. Ein vermeintlicher Mitarbeiter seiner Bank behauptete ihm gegenüber, dass sein Konto durch Unbekannte „gehackt“ worden sei. Die Rückverfolgung einer digitalen Spur zu den Tätern sei allerdings nur durch eine weitere Überweisung möglich.

Der 67-Jährige ließ sich darauf dazu überreden, eine Sofortüberweisung von mehreren tausend Euro zu veranlassen – die jedoch auf dem Konto des Unbekannten landete. Erst im Nachgang bemerkte der Benninger den Betrug und verständigte die Polizei.

Bankdaten für Steuerrückzahlung preisgegeben

Ein 67-Jähriger aus Bietigheim-Bissingen wurde dann am Dienstag zum Opfer einer ähnlichen Masche. Laut Polizei hatte der Mann zunächst eine E-Mail erhalten, in welcher er über eine angebliche Steuerrückzahlung informiert wurde, woraufhin er seine Bankdaten preisgab.

Kurz darauf rief ein vermeintlicher Service-Mitarbeiter seiner Bank bei dem 67-Jährigen an. Dieser forderte den Mann auf, Überweisungen in Höhe von je mehreren Hundert Euro zu autorisieren. Erst als noch weitere Zahlungen gefordert wurden, fiel der Betrug auf und der Mann erstattete Anzeige.