Telefonbetrüger erbeuten bei einem 75-Jährigen mehrere Zehntausend Euro – die Polizei warnt eindringlich vor einer bekannten Masche.

Volontäre: Marie Part (par)

Unbekannte Telefontrickbetrüger haben einen 75 Jahre alten Mann dazu gebracht, ihnen mehrere Zehntausend Euro zu übergeben. Nach Angaben der Polizei meldeten sich die Täter seit Anfang August wiederholt telefonisch bei dem Senior. Sie gaben sich als Polizeibeamte aus und brachten ihn durch geschickte Gesprächsführung dazu, mehrfach Bargeld an Abholer zu übergeben.

 

Als Grund nannten die Telefontrickbetrüger die bekannte Masche, dass der Name des Seniors auf einer „Einbruchsliste“ stehen würde. Erst eine aufmerksame Bankmitarbeiterin verhinderte weiteren Schaden: Sie schöpfte am Dienstag Verdacht, nachdem der Senior erneut einen größeren Bargeldbetrag abheben wollte, und alarmierte die Polizei.

Die Polizei gibt Präventionstipps

Die Polizei weist darauf hin, dass echte Polizeibeamte niemals nach Geldbeträgen fragen oder unter der Notrufnummer 110 anrufen würden. Diese Anzeige im Display wird von Betrügern gefälscht. Wer Zweifel hat, sollte die Nummer 110 oder die örtliche Polizeidienststelle selbst wählen – jedoch niemals die Rückruftaste benutzen, da sonst erneut eine Verbindung zu den Tätern entstehen kann.

Betroffene sollten außerdem niemals am Telefon über ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse sprechen und sich nicht unter Druck setzen lassen. Die Polizei empfiehlt: Sofort auflegen – das sei keineswegs unhöflich, sondern der beste Schutz.

Die Polizei empfiehlt, aufzulegen, wenn:

  • unklar ist, wer am Telefon ist
  • nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen gefragt wird
  • zur Übergabe oder Überweisung von Geld aufgefordert wird
  • Druck ausgeübt wird oder man zu Fremden geschickt wird, um Wertgegenstände zu übergeben