Anrufer geben sich als Polizei aus und setzen vor allem Ältere unter Druck. Warum die bekannte Masche diesmal ins Leere lief – und was jetzt wichtig ist.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)

Sie klingen freundlich, bestimmt, manchmal sogar fürsorglich. Und doch wollen sie nur eines: an das Geld ihrer Opfer. Wie das Polizeipräsidium Aalen mitteilt, wurden am Montag allein im Rems-Murr-Kreis zehn Betrugsversuche registriert. Das Muster ist bekannt – und doch perfide: Die Anrufer geben sich als Polizisten aus, warnen vor angeblichen Einbrüchen in der Nachbarschaft oder behaupten, es sei bereits ein Verdächtiger festgenommen worden, mit einem Zettel, auf dem der Name des Angerufenen stehe.

 

Ziel der Angriffe sind meist ältere Menschen. Die Kriminellen setzen sie unter Druck, fordern dazu auf, Bargeld oder Wertsachen angeblich „sicherzustellen“. Ein Trick, der in der Vergangenheit immer wieder funktioniert hat – diesmal glücklicherweise nicht. In allen zehn Fällen bemerkten die Betroffenen rechtzeitig, dass sie einem Betrug gegenüberstehen, und beendeten das Gespräch.

Betrüger zielen auf Vertrauen – Prävention ist der beste Schutz

Auch wenn dieses Mal niemand zu Schaden kam, warnen die Behörden eindringlich vor weiteren Anrufen. Die Täter sind hartnäckig und arbeiten im Schichtbetrieb, so die Polizei. Das bedeutet: Wer heute verschont bleibt, könnte morgen angerufen werden.

Deshalb appelliert das Polizeipräsidium Aalen an alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere ältere Menschen im eigenen Umfeld aufzuklären. Enkel, Kinder, Nachbarn – sie alle spielen eine wichtige Rolle im Schutz vor solchen Maschen. Sensibilisierung ist der erste Schritt, um die gut geölte Betrugsmaschinerie ins Leere laufen zu lassen.

Was hilft: Auflegen, melden, weitersagen

Wichtig zu wissen: Echte Polizist:innen fragen am Telefon nie nach Geld, Schmuck oder Kontodaten. Und sie fordern auch nicht dazu auf, Vermögen an Unbekannte zu übergeben. Wer solche Anrufe erhält, sollte sofort auflegen – und im Zweifelsfall selbst bei der nächsten Polizeidienststelle anrufen.

Weitere Informationen und Verhaltenstipps gibt es auf der Internetseite der Polizei-Beratung: www.polizei-beratung.de.