Bewerber für Baubürgermeister-Posten Konkurrenz für Pätzold?

Von Thomas Braun 

Peter Pätzold, der amtierende Fraktionschef der Grünen im Stuttgarter Gemeinderat, erhält aller Voraussicht nach Konkurrenz bei der Wahl des Baubürgermeisters am 18. Juni.

Peter Pätzold möchte Stuttgarts neuer Baubürgermeister werden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Peter Pätzold möchte Stuttgarts neuer Baubürgermeister werden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Um die Nachfolge des Baubürgermeisters Matthias Hahn (SPD) haben sich nach Angaben der Stadt bis Bewerbungsfristende am Donnerstag mehrere Personen aus dem gesamten Bundesgebiet beworben. Nach StZ-Informationen liegt deren Zahl im einstelligen Bereich. Einzig namentlich bekannter Bewerber ist bisher Peter Pätzold, Architekt und amtierender Fraktionschef der Grünen. Pätzold hatte sich gegen seine fraktionsinterne Konkurrentin, die Stadtplanerin Gabriele Munk, durchgesetzt und war von den Rathaus-Grünen nahezu einstimmig als Kandidat für den Bürgermeisterposten nominiert worden (die StZ berichtete).

Nach anfänglichen Irritationen und Gerüchten über einen möglichen von CDU- und SPD-Fraktion unterstützten Gegenkandidaten – genannt wurde der Name des SPD-Technikbürgermeisters Dirk Thürnau – gilt eine breite Unterstützung für Pätzold bei der Wahl durch den Gemeinderat am 18. Juni derzeit als sehr wahrscheinlich. Ob und inwieweit die anderen Bewerber das Wahlergebnis beeinflussen, hängt vom weiteren Prozedere ab: Die Verwaltung prüft zunächst, ob die Kandidaten die fachlichen Voraussetzungen für eine Bewerbung erfüllen. Danach präsentieren sich diejenigen, auf die diese Voraussetzung zutrifft, nach städtischen Angaben „rechtzeitig vor der Wahl“ in nichtöffentlicher Sitzung dem Verwaltungsausschuss.

Dieser entscheidet, wer zur öffentlichen Abstimmung im Gemeinderat zugelassen wird. Die Namen der anderen Aspiranten bleiben bis zum Wahltag formal geheim – sofern nichts durchsickert oder Bewerber von selbst die Öffentlichkeit suchen. Nur dann gebe es eine Chance für die Forderung der Architektenkammer Baden-Württemberg, die Kandidaten für die Hahn-Nachfolge sollten sich noch vor der Wahl einer öffentlichen Podiumsdiskussion stellen.




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