Kein Pferdemarkt ohne bewirtete Feuerwache. Auch in diesem Jahr war das Magazin der Leonberger Brandschützer für viele Besucherinnen und Besucher einer der Anlaufpunkte, gerne auch schon vor dem Umzug. Rund 1000 Plätze bot die große Maschinenhalle, im Barbereich im Hof fanden nochmals gut 300 Feiernde Platz.
Alles wie gehabt“ – nun ja, fast stimmt das für die Feuerwache
„Alles wie gehabt, ein Pferdemarkt wie die letzten Jahre“, gibt Volker Röckle, Hauptorganisator aus Reihen der Feuerwehr, am Dienstag gegen 11.30 Uhr zu Protokoll. Wobei: So ganz stimmt das nicht. Denn im vergangenen Jahr hatte man einen Testballon steigen lassen und die Bar schon am Pferdemarkt-Samstag für einen Tag in Betrieb genommen. Das gab es in diesem Jahr nicht mehr. Deshalb stimmt es dann doch irgendwie: Alles wie immer also.
Kaputtes Spielgerät,wie das Schild beschreibt? Na hoffentlich nicht. Foto: Marius Venturini
Welcher Kraftakt die Organisation der Bewirtung beim Pferdemarkt ist, zeigt sich an den großformatigen Einsatzplänen in der Zentrale der Wache. Fleischausgabe, Getränkeausschank, Spülmaschine – für alles musste Personal eingeplant werden. „Über den Tag verteilt haben wir etwa 120 Personen in unterschiedlichen Schichten im Einsatz“, berichtet Röckle, und die Planung ist sehr aufwendig.“
Der Besucherandrang sei an diesem Dienstag zunächst nicht ganz so groß gewesen wie in der Vergangenheit. „Die Leute haben uns nicht sofort die Hütte eingerannt“, sagt Röckle. Das könne an den unsicheren Wetterprognosen gelegen haben. Um die Mittagszeit, kurz vor dem Umzug, war es dann aber doch voll.
Die Bar brauchte am Vormittag auch ein bisschen Zeit, um in Schwung zu kommen. Grundsätzlich fliegt dort aber auch erst nach dem Umzug quasi die Kuh.
Die Feuerwache dient am Pferdemarkt seit jeher als Treffpunkt für alle Generationen zum Mittagessen, um beim Bier, einer Cola oder einem anderen alkoholfreien Getränk zusammenzusitzen und eine gute Zeit zu haben. Alte Schulfreunde, Rentner, Gäste von außerhalb, die mit Reisebussen angereist sind, Hästräger, dort kommt sprichwörtlich alles zusammen. Perfekt ist dabei natürlich die Nähe zur Umzugsstrecke.
Feuerwehrautos stehen beim Pferdemarkt vor der Wache – und werden bewacht
Ein kleines Schmankerl vom Schauplatz direkt neben den vor der Wache geparkten Reisebussen: Dort war auch ein Großteil der Feuerwehrautos geparkt – im Magazin hatten sie keinen Platz. Geschützt wurden sie von einem Bauzaun, der kurz zuvor offenbar zur Absperrung eines Spielplatzes gedient hatte. Nur das Schild vom letzten Einsatz war noch dran: „Warum ist das Spielgerät gesperrt?“, war zu lesen.
Nun ja, wer träumt nicht von einem tonnenschweren, rotglänzenden Spielgerät mit Blaulicht und zig tollen Knöpfen und Hebeln. „Es wird schon permanent kontrolliert, damit niemand an die Autos geht“, sagt Volker Röckle und lacht.