Bezirksbeirat Die katholische Kirche baut an der Schwabstraße

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Die St.-Elisabeth-Gemeinde will in der Schwabstraße ein neues Gemeindehaus errichten, ferner das bestehende Kinderhaus modernisieren.

Das Gemeindehaus von 1969 wird abgerissen. Foto: Kathrin Wesely
Das Gemeindehaus von 1969 wird abgerissen. Foto: Kathrin Wesely

S-West - Die katholische Kirche will in der Schwabstraße ein neues Gemeindehaus errichten, ferner das bestehende Kinderhaus vergrößern und modernisieren. Knapp 12 Millionen Euro werden für beide Vorhaben aufgebracht. Noch befindet man sich im Entwurfsstadium. Der Baubeginn ist im Sommer 2017 vorgesehen, die Fertigstellung 2019. Im Bezirksbeirat, wo die Projekte am Dienstagabend vorgestellt wurden, wurden die Pläne begrüßt.

Das Flachdach ist undicht

Momentan hat die 9000 Mitglieder zählende St.-Elisabeth-Gemeinde ein Platzproblem. Das Kinderhaus an der Schwabstraße, gegenüber von Abenteuerspielplatz und des Bürgerzentrum, ist aktuell in zwei Gebäuden an der Schwabstraße untergebracht – einem Wohnhaus und dem St.-Elisabeth-Gemeindehaus. Über ein Brückenbauwerk sind sie miteinander verbunden. Die Räume im Gemeindehaus fallen aber bald weg, weil das Gebäude aus dem Jahr 1969 abgerissen werden soll. Die Bausubstanz sei marode, erläuterte Robert Müller vom Bauausschuss der Kirchengemeinde. „Das Flachdach wurde mehrfach ausgebessert und ist undicht.“ Die Sanitäranlagen seien nicht barrierefrei zugänglich.

Aus einem Architekturwettbewerb für das Gemeindehaus, bei dem 25 Entwürfe eingereicht wurden, ist das Stuttgarter Büro Glück und Partner als Sieger hervorgegangen. Es sieht ein Gebäude mit Tiefgarage, drei Voll- und zwei Dachgeschossen vor. Im Erdgeschoss befinden sich der Gemeindesaal mit zugehöriger Infrastruktur und eine Terrasse. Im Stock darüber sind Gruppenräume vorgesehen und im zweiten Obergeschoss Wohnungen oder Gewerbefläche. Diese Entscheidung hänge noch von der Finanzierung ab, sagte Alexander Schmidt vom katholischen Stadtdekanat, der das Projekt betreut. In den beiden Dachgeschossen sind auf gut 1300 Quadratmetern etwa 15 Wohnungen für Familien vorgesehen, die zwar nicht „im Luxuspreissegment“ rangierten, aber die derzeitigen Mieten von fünf bis acht Euro pro Quadratmeter mit Sicherheit überschreiten werden. Auch die Anzahl von bisher 24 Wohnungen auf dem Gelände werde geringer. „Diese Kröte müssen wir schlucken“, sagte der Pfarrer von St. Elisabeth, Werner Laub.

Wohnungen werden wegfallen

In einem weiteren Architektenwettbewerbe wurde ein Entwurf für das Kinderhaus ermittelt. Es soll künftig 95 anstatt 75 Kinder aufnehmen. Die Rahmenbedingungen lauteten: Das bislang genutzte Gebäude Schwabstraße 70C bleibt erhalten, wird aber umgebaut. Die wegen des Abbruchs des Gemeindehauses entfallenden Flächen werden im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss der Gebäude Schwabstraße 70A/B untergebracht. Zusätzlich wird ein neues Erschließungselement die bestehenden Bauten verbinden. Realisiert werden soll all dies nach den Entwürfen des Stuttgarter Architekturbüros von Michael Ragaller und Domenik Schleicher um. Die Kosten für das Kinderhaus werden auf 4,6 Millionen Euro taxiert und zu Dreivierteln von der Stadt gedeckt.

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