Bezirksbeirat lehnt Willensbekundung ab MAN-Haus weiter gefährdet

Von Eveline Blohmer 

Die Bezirksbeiratsfraktion von SÖS-Linke-Plus hat sich den Erhalt des denkmalgeschützten MAN-Stahlhauses auf die Fahnen geschrieben. Allerdings kann sie dabei nicht auf die Kollegen in dem lokalpoltitischen Gremium zählen.

Trotz seiner Denkmalwürdigkeit soll das MAN-Stahlhaus an der Oberwiesenstraße in Sillenbuch einem Bauvorhaben weichen. Foto: Eveline Blohmer
Trotz seiner Denkmalwürdigkeit soll das MAN-Stahlhaus an der Oberwiesenstraße in Sillenbuch einem Bauvorhaben weichen. Foto: Eveline Blohmer

Sillenbuch - Der Bezirksbeirat Sillenbuch stellt sich nicht schützend vor das zum Abriss freigegebene MAN-Stahlhaus an der Oberwiesenstraße. In der Hoffnung, ihre Kollegen von den anderen Fraktionen zu einer Willensbekundung gegen den Abriss und gegen die Versetzung des Denkmals bewegen zu können, hatten die Bezirksbeiräte von SÖS-Linke-Plus den Anwohner Alexander Prinz von Ratibor und Corvey dazu eingeladen, zu Beginn der Sitzung von dem Haus zu berichten.

Keine Sondersitzung zum Thema

Bei der Diskussion der Lokalpolitiker zeigte sich recht schnell, dass eine Willensbekundung nicht erreicht werden kann. Philipp Kordowich (CDU) hätte gerne beide Seiten gehört, Ulrich Storz (SPD) sah nicht mehr Möglichkeiten, als gegebenenfalls auf die jeweiligen Mitglieder des landtäglichen Petitionsausschusses einzuwirken. Der Vorschlag von SÖS-Linke-Plus, eine Sondersitzung abzuhalten, wurde im nicht öffentlichen Teil der Bezirksbeiratssitzung negativ beschieden.

Das MAN-Stahlhaus soll trotz seiner Denkmalwürdigkeit einem Bauvorhaben der Singer Wohnbau GmbH und deren Partnergesellschaft weichen. Dagegen setzt sich Ratibor vehement ein, zuletzt mit einer Petition beim Landtag, die noch nicht abschließend bewertet ist.

Sonderthemen