Bezirksliga Enz/Murr Wie der FC Marbach das gute Gefühl aus der Vorrunde zurückholen will
Für den Bezirksligisten FC Marbach soll es gegen die Spvgg Besigheim am Sonntag mehr als ein Remis werden. Das Team hat vor allem an Torabschlüssen gearbeitet.
Für den Bezirksligisten FC Marbach soll es gegen die Spvgg Besigheim am Sonntag mehr als ein Remis werden. Das Team hat vor allem an Torabschlüssen gearbeitet.
Vor zwei Jahren hatte die englische Fußball-Legende Gary Neville eine wilde Idee: In seinem Podcast „The Overlap“ hatte er vorgeschlagen, Unentschieden einfach abzuschaffen. Sein Vorschlag: Endet eine Partie ohne einen Sieger sollte es ein Elfmeterschießen um einen Extrapunkt geben. „Jedes Spiel, das ein Fan sieht, sollte aufregend sein“, begründete er seinen Vorstoß. Begeisterungsstürme löste er mit seinem Ansinnen nicht aus. Aber diskutiert wird schon gerne über den Wert eines Unentschiedens und löst dann höchst philosophische Bewertungen über halb volle oder halb leere Gläser aus.
Dabei kommt es natürlich auf die Sichtweise des Betrachters an. Alle, die es beispielsweise mit dem Bezirksligisten FC Marbach halten, haben in dieser Spielzeit das 1:1-Remis am zweiten Spieltag bei der Spvgg Besigheim gefeiert, weil der erlösende Treffer erst in der Nachspielzeit fiel. Torschütze war damals Nico Scimenes, der sich in der Winterpause jedoch verabschiedet hat und beim Rückspiel an diesem Sonntag (14.30 Uhr) auf dem Kunstrasenplatz in Marbach nicht mehr mithelfen kann. Diesmal sollten es dennoch drei Punkte sein, zumal die Marbacher beim 0:4 beim TV Aldingen eher unglücklich in die Rückrunde gestartet sind.
„Daheim haben wir bislang überzeugt. Wir wollen uns das gute Gefühl aus der Vorrunde mit drei Punkten zurückholen“, sagt FCM-Coach Steffen Leibold. Er rechnet mit einem Treffen auf Augenhöhe, einem intensiven, spannenden Spiel, was auch die Tabellensituation widerspiegelt: Die Marbacher sind Siebter mit 26 Zählern, die Gäste auf Rang neun (25 Punkte) mit einem Spiel weniger.
Schnell schiebt Leibold aber der Mannschaft von Coach Simon Herbst dann doch die Favoritenrolle zu. „ Der Klub verfügt über Topeinzelspieler mit Erfahrung in höheren Klassen und hat sich für die Runde schon mehr erhofft“, sagt Leibold. Mit welcher Formation die Marbacher die Aufgabe annehmen werden ist noch offen, da einige Akteure kränkeln. Klar sind aber die Lehren, die man aus der Niederlage gegen Aldingen gezogen hat: Das Team muss effektiver werden. „Deshalb haben wir konsequent daran gearbeitet, zügiger zum Torabschluss zu kommen“, verrät der Trainer, der darauf setzt, dass dieser Effekt gegen Besigheim schon erkennbar sein wird.
Positiv sind jedenfalls die Eindrücke von den fünf Winterzugängen. Nick Petruzelli stand in Aldingen eine Halbzeit auf dem Platz, Luigi Diego Murolo einige Minuten. „Alle bringen uns sportlich und menschlich voran“, sagt Leibold. Egal, wie die Partie ausgehen wird, einen Trend für sein Team will er daraus nicht ableiten. Dafür sei die Konstellation in der Liga zu eng. Leibold sieht einen anderen Effekt, den ein Sieg auslösen könnte: „Nach einem Erfolgserlebnis am Wochenende startet man ganz anders in die neue Trainingswoche.“