Bezirksliga Stuttgart Das große Wechselspiel im Tor

Daniel Wagner dürfte ins Plattenhardter Tor zurückkehren – und auch andernorts stehen Wechsel zwischen den Pfosten an. Foto: Günter Bergmann
Daniel Wagner dürfte ins Plattenhardter Tor zurückkehren – und auch andernorts stehen Wechsel zwischen den Pfosten an. Foto: Günter Bergmann

Am Bezirksliga-Spieltag dieses Donnerstags stechen zwei Filder-Derbys heraus. Das Topduell steigt in Plattenhardt.

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Filder - Zusatzschicht für die Mannschaften in der Fußball-Bezirksliga: an diesem Donnerstag steht der sechste Spieltag an. Aus Filder-Sicht ragen zwei Derbys heraus: Der Spitzenreiter TSV Plattenhardt empfängt seinen Verfolger TSV Musberg zum Lokalduell. Derweil kämpfen der SV Vaihingen und der TSV Bernhausen darum, sich in der unteren Tabellenhälfte Luft zu verschaffen. Kuriose Gemeinsamkeit: bei allen vier Teams könnte es einen Torhüterwechsel geben.

TSV Plattenhardt – TSV Musberg

Es ist das Highlight des Spieltags. Auf der einen Seite der TSV Plattenhardt, der mit einer makellosen Bilanz von fünf Siegen an der Tabellenspitze steht. Auf der anderen Seite der bislang forsch aufspielende Aufsteiger TSV Musberg. Steffen Küttner, der Trainer der Gastgeber, sieht für die Seinen in der Begegnung wie berichtet den Beginn der „Wochen der Wahrheit“. Direkt danach folgen für die Plattenhardter zwei weitere Aufgaben gegen Topteams der Staffel, Türkspor und Ermis Metanastis. Doch auch der Aufsteiger aus Musberg muss sich nicht verstecken, holte jener doch schon zehn Zähler und belegt Platz drei.

„Plattenhardt ist natürlich der absolute Favorit in der Liga. Mit einem Punkt wären wir sehr zufrieden“, sagt der Musberger Coach Ralf Martins, der sich auf das Derby freut. Letztmals gab es diese Begegnung im Ligaspielbetrieb vor 21 Jahren. Seinerzeit wurden die Plattenhardter am Ende Meister und stiegen in die Landesliga auf, während die Musberger als Fünfter über die Ziellinie gingen – ebenso wie heute als Aufsteiger.

„Wir werden Musberg auf keinen Fall unterschätzen. Wir werden 90 Minuten Gas geben“, kündigt Küttner an. Dabei kann er wieder auf seinen Stammkeeper Daniel Wagner zurückgreifen, der beim 5:2 am Sonntag gegen Cannstatt gefehlt hat. Verzichten muss Küttner hingegen auf Denis Kroer und Theofilaktos Spiridopoulos (beide privat verhindert). In Musberg hat sich Martins derweil entschieden, keine feste Nummer eins zu benennen. Der Grund: in Simon Hochschein und Nico Drysch habe er „zwei starke Torhüter“. Beide sollen in dieser Saison ihre Einsätze bekommen. Morgen ist Hochschein an der Reihe – auch deshalb, weil Drysch beruflich bedingt nicht zur Verfügung steht.

SV Vaihingen – TSV Bernhausen

Zwei Siege aus den vergangenen beiden Partien – das veranlasst den Vaihinger Trainer Stephan Tregel, optimistisch auf die anstehende Aufgabe zu blicken. „Wenn wir die gleichen Tugenden wie zuletzt auf den Platz bringen, können wir gewinnen“, sagt Tregel. Freilich: auch sein Gegenüber Peter Weinmann tritt zuversichtlich an, in seinem Fall trotz der unnötigen 3:4-Niederlage am Sonntag gegen Croatia Stuttgart. „Die Einstellung und Moral passen. Wir müssen unseren Weg weiter gehen, dann werden wir auch regelmäßig punkten“, lautet seine Einschätzung.

In der Tabelle stehen beide Teams in der unteren Tabellenhälfte und brauchen daher Zähler, um nicht frühzeitig im Abstiegskampf stecken zu bleiben. Eine weitere Parallele: beide Kontrahenten haben Ausfälle auf der Torhüterposition zu beklagen. Tregel muss weiterhin ohne seine eigentliche Nummer eins Maximilian Ulmer (Schulterverletzung) auskommen. Und auch hinter dem Ersatzmann Antonios Tsiouralis steht beruflich bedingt ein großes Fragezeichen. So wird wohl erneut der Zweite-Mannschaft-Akteur Christian Rieger einspringen.

Weinmann fehlt derweil sein Stammkeeper Serdar Kurt (privat verhindert). Zudem fällt auf Bernhausener Seite der Mittelfeldspieler Daniele Sinesi aus. Er hat sich am Wochenende eine Bänderdehnung zugezogen und musste bereits da früh ausgewechselt werden.

Sportvg Feuerbach – Spvgg Möhringen

Auch wenn die Möhringer nach den ersten fünf Spielen noch ohne Punkt dastehen, macht der Trainer Karl-Heinz Fuhrmann nicht den Eindruck, als würde er die Geduld verlieren. „Wir sind nicht unter Zugzwang“, sagt der Coach. „Wir hatten uns den Saisonstart zwar so nicht vorgestellt, haben aber auch erst fünf Spiele hinter uns.“ Nun kommt es zum Duell der beiden Überraschungsteams der vergangenen Saison – die sich aktuell jedoch beide im Tabellenkeller wiederfinden. Was besser werden muss? „Wir waren bisher nicht in der Lage, Tore zu schießen“, analysiert Fuhrmann. „Ich glaube fest daran, dass das besser wird und wir bald die ersten Punkte holen.“ Am besten gleich an diesem Spieltag.

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