Bezirksvorsteher Stuttgart-Feuerbach Der neue, junge Rathauschef kommt aus Göppingen

Johannes Heberle war am Donnerstag der einzig verbliebene Kandidat für die Nachfolge von Andrea Klöber. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Johannes Heberle war am Donnerstag der einzig verbliebene Kandidat für die Nachfolge von Andrea Klöber. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Der 26-jährige Johannes Heberle wurde mit großer Mehrheit vom Gemeinderat zum neuen Bezirksvorsteher von Feuerbach gewählt.

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Stuttgart-Feuerbach - Johannes Heberle aus Göppingen wird der neue Bezirksvorsteher in Stuttgart- Feuerbach. Der Gemeinderat wählte den einzig verbliebenen Kandidaten bei 51 Ja-Stimmen, einer Ablehnung und drei Enthaltungen zum Nachfolger von Andrea Klöber, die am 16. Dezember ihren letzten Arbeitstag im Rathaus am Wilhelm-Geiger-Platz hat.

Spätestens am 1. Februar tritt er sein neues Amt an

Ob es einen fließenden Übergang geben wird, ist noch nicht klar. „Die Personalabteilungen müssen sich da noch abstimmen. Spätestens am 1. Februar kommenden Jahres trete ich aber das neue Amt an“, erklärte Heberle. Er könne sich auch sehr gut vorstellen, dann näher an seinen Arbeitsplatz zu ziehen. „Ich wohne derzeit in Göppingen. Das sind etwa 40 bis 50 Minuten Fahrtzeit. Das ist auf Dauer nicht leistbar. Aber die Wohnungssuche in Stuttgart ist schwer. Es wird also noch etwas dauern.“

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Derzeit ist Heberle Leiter der Bußgeld- und Ortspolizeibehörde bei der Stadtverwaltung Göppingen. Seit Oktober 2018 bekleidet er diesen Posten. Zuvor war er beim Landesamt für Verfassungsschutz und hat sich dort mit Rechtsextremismus und Terrorismus beschäftigt. Warum er sich nun als Bezirksvorsteher von Feuerbach beworben hat? „Es ist die Vielseitigkeit dieser Aufgabe, die sie so interessant macht. Von allen Bereichen bekommt man etwas mit. Und man hat zudem viel Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern. Zum Ordnungsamt wird der Kontakt eher weniger gesucht“, sagt der gebürtige Albstadt-Ebinger und lacht.

Gute Gespräche und großer Zuspruch

Als Bezirksvorsteher sehe er sich vor allem auch als Moderator, mit offenen Ohren für die Anliegen der Menschen. „Ich möchte allen zuhören und mir so ein umfassendes Bild verschaffen“, nennt Heberle seine Pläne nach Dienstantritt. Zudem hoffe er, dass in naher Zukunft das ehemalige Fahrion-Areal von der Stadt erworben werden kann, um es für die Bedürfnisse in Feuerbach entwickeln zu können.

Im Vorfeld der Wahl hat er schon mit dem einen oder anderen Verein im Stadtbezirk Kontakt aufgenommen. Auch mit den Bezirksbeiräten gab es gute Gespräche. Bei seiner nichtöffentlichen Vorstellung im Gremium hat er großen Zuspruch erfahren. Die Lokalpolitiker haben sich einstimmig für den Göppinger ausgesprochen, heißt es. „Ich bin hier mit offenen Armen und sehr freundlich empfangen worden. Ich hatte nie das Gefühl, dass mein Alter eine Rolle spielt“, sagt der 26-Jährige.

Gemeinsam mit der 28-jährigen stellvertretenden Bezirksvorsteherin Vanessa Stamm bildet Heberle dann das neue Duo im Feuerbacher Rathaus. Vanessa Stamm hat seit Freitag übrigens für die nächsten Tage erst einmal den Hut im Bezirksamt auf – Andrea Klöber weilt im Urlaub. „Mein erster Tag als Chefin war super, vor allem wegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mir aufgrund ihrer Unterstützung den Einstieg in die sehr vielfältigen Aufgaben doch sehr erleichtern“, resümiert Vanessa Stamm am Freitagabend. Und auch der „Crash-Kurs“ im vergangenen Monat von ihrer Vorgängern Susanne Ramp sei natürlich hilfreich gewesen, „um bereits einige Abläufe kennen zu können. Dadurch war es heute quasi ein Selbstläufer“.

Auch ihren neuen Chef durfte sie schon kennenlernen. „Mein erster Eindruck ist durchaus positiv: motiviert anzupacken, etwas in Feuerbach zu bewegen und er verkörpert laut eigener Aussage einen transparenten Führungsstil.“ Bemerkenswert sei sicher auch das Alter: „26 Jahre und damit noch jünger als ich. Damit legen wir einen echten Generationenwechsel in Feuerbach hin. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit!“




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