Bienen-Volksbegehren im Südwesten Unterschriftensammler schwärmen aus

Von red/dpa 

In rund 15 Städten in Baden-Württemberg sammelten die Naturschützer und Bienenfreunde nach eigenen Angaben Unterschriften für ein Volksbegehren für mehr Artenschutz.

Eine Wildbiene in einem Gewächshaus der Stadtgärtnerei Heidelberg sucht an einer Blüte des Mehlsalbeis nach Nektar. (Symbolbild) Foto: dpa/Uwe Anspach
Eine Wildbiene in einem Gewächshaus der Stadtgärtnerei Heidelberg sucht an einer Blüte des Mehlsalbeis nach Nektar. (Symbolbild) Foto: dpa/Uwe Anspach

Stuttgart - Unter dem Motto „Rettet die Bienen“ ist das Volksbegehren für mehr Artenschutz am Dienstag in Baden-Württemberg angelaufen. In rund 15 Städten in Baden-Württemberg sammelten die Naturschützer und Bienenfreunde nach eigenen Angaben Unterschriften.

Am Stuttgarter Schlossplatz warben zeitweise rund 20 Naturschützer für das Volksbegehren, sie waren teils in Bienenkostümen verkleidet und riefen „Damit die Bienen bleiben, unterschreiben!“. Berufsimker David Gerstmeier berichtete von guter Resonanz. „Die Menschen wissen, dass es den Bienen nicht mehr gut geht.“ Die Stuttgarter Gruppe wurde nach etwa einer Stunde von der Polizei unterbrochen. Die Sammlung war nach Auskunft von BUND-Landesgeschäftsführerin Sylvia Pilarsky-Grosch für einen anderen Ort in der Innenstadt angemeldet.

Mehr als 700 000 Unterschriften nötig

Zum ersten Mal dürfen die Bürger im Land damit über einen Gesetzentwurf entscheiden. Innerhalb der nächsten Monate muss jeder zehnte Wahlberechtigte in Baden-Württemberg unterschreiben - das sind etwa 770 000 Menschen. Dann ist der Landtag am Zug. Wenn die Abgeordneten dem Entwurf nicht unverändert zustimmen, gibt es eine Volksabstimmung.

Der Anteil der Flächen, auf denen Pestizide genutzt werden, soll nach dem Volksbegehren bis 2025 halbiert werden. In Naturschutzgebieten sollen sie verboten werden. Die ökologische Landwirtschaft soll zudem bis 2035 auf 50 Prozent ausgebaut werden.