Bilanz der Regionalversammlung Windkraft

Vor ziemlich genau drei Jahren hat sie begonnen, die Energiewende in der Region Stuttgart. Die Regionalversammlung sucht seither nach geeigneten Flächen für Windräder, was nicht nur eine sehr wichtige Aufgabe ist, sondern für den Verband einen hübschen Nebeneffekt hat: Erstmals nehmen viele Bürger den Regionalverband überhaupt wahr – denn der technische Direktor Thomas Kiwitt hat in vielen Versammlungen die Pläne vor Ort erläutert.

Insgesamt macht der VRS bei der Windkraft eine gute Figur. Nach einem weitgehend stimmigen Verfahren, das von allen Fraktionen mitgetragen wird, sind derzeit 85 neue Standorte übrig. Dennoch lässt sich Kritik anbringen. Das ganze Prozedere dauert bereits viel länger als geplant. An Flugsicherung und Wetterdienst, die viele Standorte schlicht verweigern, beißt sich auch der VRS die Zähne aus. Nicht immer ganz nachvollziehbar ist, warum manche „schönen Landschaften“ vor Windkraftanlagen bewahrt werden, andere aber nicht. Und vor allem fragt man sich, ob die dicht besiedelte Region Stuttgart wirklich deutlich mehr Windräder bauen soll als benachbarte eher ländliche Regionen – der Stuttgarter Verband hat sich ohne Not als Windkraft-Musterknabe nach vorne gedrängt.

Die Windkraftdebatte als Chance zur Profilierung

Auf jeden Fall hat der VRS die Chance genutzt, sich über die Windkraft zu profilieren. Die grün-rote Landesregierung hatte angestrebt, dass prinzipiell jeder Standort für ein Windrad denkbar ist; der VRS wird nun aber im Regionalplan festlegen, dass nur die von ihr ausgewiesenen Standorte genehmigt werden können. Der Verband hat ein wenig Einfluss hinzugewonnen; Kommunen und Landkreise sind aber der Meinung, auf ihrem Rücken.

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