Bilanz der Wilhelma in Stuttgart Zahl der Besucher ist 2016 zurückgegangen

Von red/rmu 

Die Stuttgarter Wilhelma zieht eine durchwachsene Bilanz des vergangenen Jahres: die Zahl der Besucher sei zurückgegangen. Das habe verschiedene Gründe.

Im Jahr 2016 besuchten deutlich weniger Menschen die Wilhelma in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko 5 Bilder
Im Jahr 2016 besuchten deutlich weniger Menschen die Wilhelma in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Schlechtes Wetter und die Baustelle für das Projekt B10/Rosensteintunnel haben der Wilhelma im Jahr 2016 das Leben schwer gemacht. „Die Besucherentwicklung ließ zu wünschen übrig“, sagt Direktor Thomas Kölpin. So sei der Absatz an Tageskarten im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent zurückgegangen. Trotzdem sei laut Wilhelma mit 69 Prozent ein hoher Kostendeckungsgrad erreicht worden.

Die geringere Besucherzahl führt die Wilhelma auf den verregneten Juni – sonst einer der besten Monate – zurück. Auch Feiertage und Ferien seien ungewöhnlich nass gewesen. Im Hochsommer hätten dann zahlreiche Unwetterwarnungen viele Besucher abgeschreckt. „Auch Baustellen für das Projekt B10/Rosensteintunnel vor unserer Haustür samt den damit verbundenen Straßensperrungen und Unterbrechungen der Stadtbahnlinie U14, die uns immer wieder an Wochenenden ereilten, haben dazu beigetragen, die Menschen zu verunsichern“, erklärt Kölpin. Doch er bleibt zuversichtlich. „Hier hoffen wir auf baldige Besserung, auch weil die Stadtbahn-Haltestelle direkt am Haupteingang in Betrieb gegangen ist. Die Aussichten für 2017 sind vielversprechend.“

Highlights in 2016

Neben diesen eher problematischen Entwicklungen hat die Wilhelma 2016 auch Erfolge vorzuweisen. So leben im Wilhelma-Aquarium seit vergangenem Jahr Fetzenseenadeln. Diese mit den Seepferdchen verwandten Tiere sind europaweit nur in Stuttgart zu sehen. Auch die in der Natur bereits ausgestorbenen Säbelantilopen sorgten bei ihrem Einzug in die Wilhelma im Jahr 2016 für Aufsehen. Durch ein Nachzuchtprogramm soll es möglich werden, die Tiere wieder in der Wildnis anzusiedeln.

Ebenfalls ein Highlight des vergangenen Jahres: drei Gänsegeier verließen die Wilhelma und zogen nach Bulgarien. Dort werden die bereits ausgerotteten Tiere in die Freiheit entlassen. Auch der 50. Geburtstag des Flusspferdes Hannibal wird den Besuchern wohl in Erinnerung bleiben. In Menschenjahren wäre Hannibal damit 140 Jahre alt gewesen – ein Weltrekord für Flusspferde. Sechs Wochen nach seinem Geburtstag schlief der Methusalem ganz ruhig für immer ein.

Viele Pläne für 2017

Bei den Pflanzen gab es eine Premiere: Im Frühjahr gaben rund 300 Orchideen ein Gastspiel in der Schweiz. Bei der renommierten Orchideenschau in Bern gewannen sie die höchsten Preise.

Für 2017 hat die Wilhelma schon einige Pläne: gefeiert wird in diesem Jahr das 50. Jubiläum des Aquarien- und Terrarienhauses, außerdem soll das neue Haus für kleine Säugetiere, Vögel und fleischfressende Pflanzen eröffnet werden. Auch das neue Außengehege für Schneeleoparden befindet sich auf der To-Do-Liste.

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