Bilanz nach Sturmtief „Burglind“ Weniger Schäden als nach anderen Unwettern

Die Schäden, die „Burglind“ hinterlassen hat, sind vor allem in den Wäldern noch sichtbar. Foto: dpa
Die Schäden, die „Burglind“ hinterlassen hat, sind vor allem in den Wäldern noch sichtbar. Foto: dpa

Vor rund zwei Wochen fegte das Sturmtief „Burglind“ durch den Südwesten und richtete Schäden an. In den Wäldern gibt es nun eine erste Bilanz. Der Forst hatte Glück im Unglück, sagt der zuständige Minister. In den Wäldern ist aber weiter Vorsicht geboten.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Freiburg - Das Sturmtief „Burglind“ hat in den Wäldern im Südwesten deutlich weniger Schäden angerichtet als frühere Unwetter. „Wir sind mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davongekommen“, sagte Baden-Württembergs Forstminister Peter Hauk (CDU) zwei Wochen nach dem Sturm der Deutschen Presse-Agentur in Freiburg. Die Forstexperten gingen nach einer Schätzung von landesweit rund 450 000 bis 600 000 Festmetern Holz aus, die auf das Konto von „Burglind“ gingen. „Damit sind wir meilenweit von den Waldschäden entfernt, die beispielsweise durch Orkan „Lothar“ Ende 1999 entstanden sind“, sagte Hauk. „Damals fielen rund 30 Millionen Festmeter dem Sturm zum Opfer.“

Das Tief „Burglind“ war Anfang Januar durch Baden-Württemberg gezogen. Es hatte mit Sturm und Hochwasser für Schäden gesorgt, unter anderem im Schwarzwald. Eine frühere Schadensbilanz sei nicht möglich gewesen, sagte der Minister. Wegen der Sturmschäden sei es im Wald gefährlich gewesen, Aufräum- und Sicherungsarbeiten hätten daher an erster Stelle gestanden.

Waldwege könnten noch einige Zeit gesperrt bleiben

„Die gefallenen und gebrochenen Bäume werden nun Zug um Zug aufgearbeitet und versperrte Waldwege freigeräumt“, sagte Hauk. Waldbesitzer und Forstarbeiter seien dabei auf die Vernunft und das Verständnis von Wanderern und Spaziergängern angewiesen. „Die Aufarbeitung von Sturmholz ist für die Waldarbeiter sehr gefährlich. Sicherheit geht hier vor Schnelligkeit.“ Es könne daher sein, dass Waldwege noch einige Zeit lang gesperrt bleiben müssten. Waldbesucher sollten sich an Absperrungen im Wald halten und Bereiche, in denen Forstarbeiten liefen, weiträumig meiden.

Betroffenen Privatwaldbesitzern empfahl der Forstminister, mit Bedacht an die Schadensbeseitigung zu gehen. „Sturmholzaufarbeitung ist definitiv ein Geschäft für den Forstprofi. Wer sich als Ungeübter und ohne die Unterstützung von Spezialgerät an das Sturmholz wagt, begibt sich in Lebensgefahr.“ Förster und Behörden könnten private Waldbesitzer unterstützen und ihnen beispielsweise professionelle Holzernteunternehmen vermitteln.

Unsere Empfehlung für Sie