Bilanz VfB Stuttgart e.V. Mitgliederversammlungen sind der größte Kostenpunkt

Rainer Adrion legt  die Bilanzen auf der Mitgliederversammlung dar. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch 14 Bilder
Rainer Adrion legt die Bilanzen auf der Mitgliederversammlung dar. Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Der VfB Stuttgart hat jenseits des Profifußballs zwei herausfordernde Geschäftsjahre hinter sich. In Zukunft hoffen die Verantwortlichen auf mehr Einnahmen.

Sport: Carlos Ubina (cu)
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Stuttgart - Die letzten Zahlen des VfB Stuttgart e.V. hat noch Bernd Gaiser präsentiert – aus dem Jahr 2018. Doch mittlerweile ist er als Präsidiumsmitglied zurückgetreten, weshalb Rainer Adrion die Aufgabe übernommen hat, die Bilanzen auf der Mitgliederversammlung darzulegen. „Theoretisch könnte es stets ein Nullsummenspiel sein“, sagt das Interimspräsidiumsmitglied. Praktisch ist es das nicht und Adrion betont: „Der e.V hat wenig finanziellen Spielraum, wenn etwas Unvorhergesehenes kommt.“

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Das war im Geschäftsjahr 2019 eine zweite Mitgliederversammlung, da Wolfgang Dietrich nach der abgebrochenen Mitgliederversammlung im Juli 2019 als Präsident zurücktrat. Mehr als eine Million Euro hat das den Verein gekostet. „Das ist teuer, aber die Mitglieder sind uns das wert. Sie sind das höchste Organ“, sagt Adrion. Das führte bei Aufwendungen von 4,430 Millionen Euro zu einem Verlust von 892 000 Euro. Ein Jahr später sank dieser Kostenpunkt auf ein Minimum, weil keine Mitgliederversammlung stattfand. Letztlich ergab sich bei Aufwendungen von 3,217 Millionen Euro ein Plus von 380 000 Euro.

Insgesamt belaufen sich die Erträge des VfB im Geschäftsjahr 2020 auf 3,597 Millionen Euro (im Geschäftsjahr 2019 sind es 3,538 Millionen Euro). Die wichtigste Einnahmequelle ist nach wie vor die Summe der Mitgliedsbeiträge. Sie addierten sich im Geschäftsjahr 2020 auf 2,813 Millionen Euro (2019: 2,715 Millionen Euro). Dieser Ertrag beruht auf der Mitgliederzahl vom 31. Dezember 2020. Da waren es 72 590 (2019: 71 774). Aktuell sind 71 985 VfB-Mitglieder registriert und für die Zukunft hofft Adrion auf mehr Einnahmen durch eine bessere Vermarktung des e.V. – wovon auch die anderen VfB-Abteilungen profitieren sollen. Bei einem Minus weiß der 67-jährige Ex-Trainer aber, wer aushilft: „Da hat uns die AG unter die Arme gegriffen.“




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