Bilanz zur Fasnet Tausende haben mit den Weil der Städter Narren gefeiert

70 Gruppen, Hästräger, Kapellen und Wagen sind beim Weiler Umzug dabeigewesen. Im Bild: Die Weiler Schellenteufel. Foto: Simon Granville

Der wohl aufwendigste Termin der Weiler Narrenzunft AHA ist geschafft: Beim großen Festumzug waren rund 70 Gruppen und 30.000 Besucher dabei. Der Verein ist damit sehr zufrieden.

Es war ein Fasnetssonntag wie aus dem Bilderbuch: Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel waren am vergangenen Sonntag wieder gut 30 000 Menschen beim großen Umzug der Narrenzunft AHA in Weil der Stadt dabei. Ahoi-Brause-Tüten, Zahnfeen, Krümelmonster, Wikinger und Top-Gun-Flieger tummelten sich am Rande der Umzugsstrecke, auf der in diesem Jahr rund 70 Fasnetsgruppen, Kapellen und Wagen unterwegs waren – noch mehr als in den vergangenen Jahren.

 

Die Weiler Narren sind damit mehr als zufrieden: „Super war’s“, sagt der Vereinsvorsitzende Frank Gann am Montag. „Viele Besucher, gutes Wetter, keine Zwischenfälle“, ist sein Kurzresümee. Mit den gut 15 Wagen, die bei der Weiler Fasnet durch die Straßen rollen, habe es ebenso keine Probleme gegeben. Auf die Straßentauglichkeit und Sicherheit der Besatzung wurden die Wagen schon immer gründlich geprüft. Mit dabei war in diesem Jahr aber sogar der TÜV Süd, in „beratender Funktion“, wie Gann sagt. Beim Wagenbau habe sich ein Delegierter die Kreationen der Narren angeschaut. „Und war begeistert“, sagt Gann. Nur Kleinigkeiten zur Verbesserung habe man bei der Inspektion gefunden.

Polizei berichtet von friedlichem Umzug

Auch die Polizei, die am Sonntag noch bis 4 Uhr nachts mit rund 50 Beamtinnen und Beamten im Einsatz war, kann von keinen spektakulären Zwischenfällen berichten. „Sowohl der Umzug als auch der Abendeinsatz verliefen aus polizeilicher Sicht störungsfrei und friedlich“, so Steffen Grabenstein, Sprecher des Polizeipräsidiums in Ludwigsburg. Nur ein Körperverletzungsdelikt mit einer in Gewahrsam genommenen Person sei gemeldet worden. „Angesichts mehrerer Zehntausend Besucherinnen und Besucher an dem Tag ist das aus meiner Sicht aber auch ehr zu vernachlässigen“, so der Polizeisprecher.

Während der Höhepunkt der Fasnet im vergangenen Jahr schon in der ersten Februarhälfte stattfand, hatten die Narren in diesem Jahr eine recht lange Saison. „Da war bei einigen die Vorfreude größer“, so Narrenchef Frank Gann. „Und die Stimmung deshalb vielleicht ein bisschen ausgelassener.“ Von großartiger Veränderung in Sachen Feierlaune und Besucherzahlen kann er aber nicht berichten – bei der Weiler Fasnet ist die Stimmung eben immer gut. Der Anruf unserer Zeitung erwischt den Vereinsvorsitzenden am Montag schon beim Aufräumen, die Verschnaufpause ist aber nur kurz: Am Abend feiern die Weiler Schelme ihr Jubiläum, am Dienstag steht der Kinderumzug mit Käpselesball an, in der Nacht auf Aschermittwoch wird dann die Fasnet verbrannt.

Nach Aschermittwoch kehrt bei den Narren wieder Ruhe ein

Und so manche Narren, nicht nur aus Weil der Stadt, sind noch auf Ausfahrten zu anderen befreundeten Zünften und Veranstaltungen unterwegs. Der Weiler Fanfarenzug etwa hat sich noch in der Nacht auf den Weg nach Köln gemacht, um dort beim Rosenmontagsumzug dabei zu sein. Einen langen Atem und reichlich Durchhaltevermögen braucht man als Narr.

Schön also, dass nach Aschermittwoch auch wieder etwas Ruhe einkehrt. „Die letzte Woche war schon viel“, sagt Frank Gann. „Da ist man nur noch zum Schlafen daheim.“

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