„Und: „Es ist eine große Ungerechtigkeit. Männer zerstören das Land, die wahren Opfer sind die Frauen.“

Genau diese Zerrissenheit zeigen die Bilder von Olaf Heine, der die Mütter und Töchter meist dort fotografiert hat, wo das Verbrechen vor 25 Jahren stattfand. „Wir gingen an den Nullpunkt, an den Ort, wo das Schicksal der Mutter seinen Lauf nahm“, erzählt Heine. Es gab emotionale Momente, es kam vor, dass die Frauen vor der Kamera zusammengebrochen sind. „Alle wollten das bewusst machen. Sie wollen gehört werden“, sagt Heine. Und: „Es ist eine große Ungerechtigkeit. Männer zerstören das Land, die wahren Opfer sind die Frauen, die das Land dann wieder aufbauen.“ Und wie können diese Frauen, die dann Mütter werden, eine Liebe zu dem ungewollten Kind entwickeln?