Bildungsplattform in Baden-Württemberg SPD beklagt Verschwendung von Steuergeldern wegen „ella“

Von red/dpa/lsw 

Die SPD-Fraktion wirft der Landesregierung Verschwendung von Steuergeldern beim Aufbau der Bildungsplattform „ella“ vor. Die Grünen und die CDU weisen indes auf die Ursprünge von „ella“ bei der SPD hin.

Der SPD-Bildungsexperte Fulst-Blei sieht Landesregierung und Kultusministerin Susanne Eisenmann (im Bild) in der Pflicht, Lösungswege aufzuzeigen. Foto: dpa
Der SPD-Bildungsexperte Fulst-Blei sieht Landesregierung und Kultusministerin Susanne Eisenmann (im Bild) in der Pflicht, Lösungswege aufzuzeigen. Foto: dpa

Stuttgart - Die SPD-Fraktion wirft der Landesregierung Verschwendung von Steuergeldern beim Aufbau der Bildungsplattform „ella“ vor. Die bereits ausgegebenen 8,7 Millionen Euro für das Projekt seien wohl weg und von einer funktionstüchtigen Plattform gebe es keine Spur, sagte SPD-Bildungsexperte Stefan Flust-Blei am Mittwoch im Landtag in Stuttgart. Der Landesrechnungshof müsse den Komplex untersuchen, forderte der Sozialdemokrat - ebenso wie die FDP-Fraktion.

Fulst-Blei sieht Landesregierung und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) in der Pflicht, Lösungswege aufzuzeigen und sicherzustellen, dass die rund 4500 Schulen im Land spätestens Anfang 2019 damit arbeiten könnten. Ansonsten werde „ella“ (elektronische Lehr- und Lernplattform) künftig übersetzt werden mit „Eisenmann liefert leider Ausschuss.“

Die Grünen und die CDU wiesen indes auf die Ursprünge von „ella“ bei der SPD hin. Im Jahr 2015 habe es einen Beschluss des grün-roten Kabinetts für „ella“ gegeben auf Basis einer Vorlage des damaligen Kultusministers Andreas Stoch (SPD).