InterviewBinninger und Pitterle Briefe an den Verkehrsminister

Böblingen: Gerlinde Wicke-Naber (wi)
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Und der spricht mit einem Linken?
Pitterle Wir haben im Finanzausschuss einen guten Kontakt zu allen Kollegen.
Haben Sie als Oppositionspolitiker überhaupt Einflussmöglichkeiten bei Wahlkreisthemen? Werden Sie gehört?
Pitterle Ich schreibe natürlich auch Briefe an den Verkehrsminister, wenn es um den A-81-Deckel geht. Ich denke, es ist von Vorteil, wenn wir uns als Abgeordnete einig sind bei Wahlkreisthemen. Das hat eine Wirkung nach außen.
Binninger Das macht durchaus Sinn, denn wenn das Ministerium sieht, der eine Abgeordnete will das Verkehrsprojekt, der andere nicht, wäre das fast eine Garantie dafür, dass es nicht kommt. Aber sind sich die Abgeordneten vor Ort einig, ist das positiv.
Sind Sie sich immer einig?
Pitterle Bei Wahlkreisthemen bisher schon.
Ziemlich langweilig. Keine Spur von Disput?
Binninger Natürlich, wenn es um das Thema Griechenland geht, sind wir ganz sicher konträrer Meinung. Und auch bei vielen anderen Themen.
Pitterle Das ist auch gut so. Die Demokratie lebt von unterschiedlichen Meinungen.
Hand aufs Herz, Herr Pitterle, beneiden Sie den Kollegen Binninger nicht? Er ist Mitglied der großen Regierungspartei. Sie mussten im letzten Wahlkampf sogar eigenhändig Plakate kleben.
Pitterle Wir sind nur eine kleine Partei. Aber ich stehe zu meinen politischen Überzeugungen. Zur CDU wechsle ich sicher nicht. Und ich bin mir nicht zu schade, auch mal Plakate zu kleben.

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