Aktuelle Wetterdaten zum Biowetter in Baden-Württemberg für heute, den 11. Juli 2024 und morgen. Erfahren Sie alles Wichtige zu gefühlter Temperatur, Luftqualität, Pollenflug und UV-Index.

Wetterfühligkeit

Wetterfühligkeit entsteht vor allem bei Wetterschwankungen. Etwa jeder zweite Deutsche gibt an, dass das Wetter Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit habe (1,2). Betroffen sind dabei vor allem Menschen mit Vorerkrankungen.

 

Obwohl das Phänomen der Wetterfühligkeit bisher mangels Studien noch weitgehend unerforscht ist, klagen Betroffene über unterschiedliche Symptome (3). Zu den häufigsten gehören:

  • Kopfschmerzen bzw. Migräne
  • Abgeschlagenheit bzw. Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Gelenkschmerzen

Das Biowetter gibt Auskunft über die wichtigsten Wettereinflüsse wie Luftdruck, Temperatur, Luftqualität und UV-Belastung der einzelnen Regionen in Baden-Württemberg. Der Begriff „Biowetter“ stammt aus der Biometeorologie, einem Teilbereich der Meteorologie. Betroffene haben so die Möglichkeit, den Wettereinfluss zu berücksichtigen und zusätzliche Belastungen zu vermeiden.

Biowetter in Baden-Württemberg heute, den 11. Juli 2024 :

Die wichtigsten Werte im Überblick

  • Luftqualitätsindex: 1
  • Luftdruck: 1018
  • Temperatur: 21
  • Pollenbelastung: Geringe Belastung
  • UV-Index: 2

Pollenflug in Baden-Württemberg heute, den 11. Juli 2024:

- Die wichtigsten Pollenbelastungen im Überblick:

  • Hasel: 0.0 - Keine Belastung
  • Erle: 0.0 - Keine Belastung
  • Birke: 0.0 - Keine Belastung
  • Gräser: 2.0 - Geringe Belastung
  • Esche: 0.0 - Keine Belastung
  • Roggen: 0.0 - Keine Belastung
  • Ambrosia: 0.0 - Keine Belastung
  • Beifuß: 1.0 - Geringe Belastung

Begriffserklärungen

Gefühlte Temperatur

Die gefühlte Temperatur bezieht sich auf die empfundene Temperatur, d.h. wie warm oder kalt es eine Person in einer bestimmten Umgebung empfindet. Dies kann von Faktoren wie Feuchtigkeit, Wind und Sonneneinstrahlung beeinflusst werden, sowie von den körperlichen Eigenschaften und der Kleidung einer Person. Es handelt sich nicht um die tatsächlich gemessene Temperatur, sondern um die von einer Person wahrgenommene Temperatur. In der Regel wird als Grundlage eine Durchschnittsperson verwendet. Der Deutsche Wetterdienst geht zum Beispiel vom „Klima-Michel“ aus, einem Mann mit einer Größe von 1,75 m, einem Gewicht von 75 kg und einem Alter von 35 Jahren.

Luftdruck

Der Luftdruck ist die Kraft, die die Atmosphäre auf die Erdoberfläche ausübt. Er wird in Hektopascal (hPa) oder Millibar (mb) gemessen und variiert je nach Höhe und Wetterbedingungen. Ein niedriger Luftdruck kann auf schlechtes Wetter hinweisen, während ein hoher Luftdruck in der Regel auf gutes Wetter hindeutet. Wetterfühlige Menschen merken eine Veränderung des Luftdrucks oft durch Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit und andere Symptomen. Das Auftreten der Symptome ist wahrscheinlich durch ein Anschwellen und Zusammenziehen unseres Gewebes zu erklären.

Luftfeuchtigkeit

Als Luftfeuchtigkeit versteht man den Anteil an Wasserdampf, der in der Luft enthalten ist. Der Wert für die Luftfeuchtigkeit wird relativ zur Gesamtmenge an Wasserdampf, die die Luft maximal aufnehmen kann, angegeben. Wie viel Wasserdampf die Luft aufnehmen kann, hängt unter anderem vom Luftdruck und der Temperatur ab. Die relative Luftfeuchtigkeit beeinflusst das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen und variiert je nach Region und Jahreszeit. Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann unangenehm sein, während eine niedrige Luftfeuchtigkeit zu gesundheitlichen Problemen wie ausgetrockneten Schleimhäuten führen kann.

Luftqualitäts-Indizes

NH3: Dieser Wert gibt an, wie hoch die Ammoniakkonzentration in der Luft ist. Laut Umweltbundesamt ist die Landwirtschaft für 95 % der Ammoniakemissionen verantwortlich. Den Rest emittieren die Industrie, der Energiesektor und die Abfallwirtschaft. Für die Außenluft gilt ein Grenzwert von < 1 ppm (Parts Per Million).

PM10: Bei PM10 handelt es sich um eine Form des Feinstaubs, dessen Partikel kleiner als 10 µm sind. Aufgrund ihrer winzigen Größe können sie durch Nase und Mund in die Lunge gelangen. Der Tagesgrenzwert für Feinstaubpartikel PM10 liegt nach Angaben des Umweltbundesamtes bei 50 μg/m³. Dieser darf an lediglich 35 Tagen im Jahr überschritten werden.

PM2,5: PM2,5 beschreibt winzige Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 µm. Ultrafeine Partikel (PM 0,1) als Bestandteil von PM2,5 können von den Lungenbläschen aus sogar in die Blutbahn gelangen und so im Körper verteilt werden. Für die Konzentration von PM2,5 in der Außenluft gibt es nur unverbindliche Zielwerte der EU und WHO von 25 μg/m³.

SO2: Dieser Wert beschreibt den Anteil von Schwefeldioxid in der Luft. Schwefeldioxid entsteht überwiegend bei Verbrennungsvorgängen fossiler Energieträger wie Kohle und Öl durch Oxidation des im Brennstoff enthaltenen Schwefels. In der EU gelten folgende Schwefeldioxid-Grenzwerte: Der Ein-Stunden-Grenzwert liegt bei 350 µg/m³, der Tages-Grenzwert bei 125 µg/m³. Die Alarmschwelle beträgt 500 µg/m³.

O3: O3 steht für Ozon. Der Wert gibt an, wie hoch die Ozonkonzentration in bodennaher Luft ist. Für die Ozonvorläuferstoffe, aus denen sich in Bodennähe dann Ozon bildet, sind vornehmlich die Menschen verantwortlich. Kraftstoffverbrennung und Feuerungsanlagen verursachen einen Großteil der Stoffe. Ist der Ozonwert zu hoch, sollten empfindliche Personen und Asthmatiker Anstrengungen im Freien vermeiden, da das Ozon die Lungenfunktion beeinträchtigen und zu Atembeschwerden führen kann. Das Umweltbundesamt gibt für Ozon einen maximalen 8-Stunden-Wert von 120 µg/m³ (60 ppb) an, der an höchstens 25 Tagen pro Jahr überschritten werden darf.

NO2: Stickstoffdioxid (NO2) wird vor allen Dingen durch Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen für Kohle, Öl und Gas ausgestoßen. Eine zu hohe Stickstoffkonzentration in der Luft kann bei Asthmatikern die Symptome verstärken. Zudem stellt Stickstoffdioxid eine Gefahr für Pflanzen, Böden und zum Teil auch Gewässer dar. In der EU gelten als Grenzwert 200 µg/m³ für den Mittelwert in 1 Stunde. Dieser darf nicht öfter als 18-mal pro Jahr überschritten werden. Die Alarmschwelle liegt bei 400 µg/m³ in 3 Stunden.