Die Baubürgermeisterin von Remseck, Birgit Priebe, ist durch ihre Zeit im Waiblinger Rathaus noch vielen Menschen im Remstal ein Begriff.

Rund zwei Monate ist es her, da hat der Beigeordnete und Bauamtsleiter der Gemeinde Kernen im Remstal (Rems-Murr-Kreis) , Peter Mauch, in einem kurzfristig anberaumten Pressegespräch verkündet, dass er keine weitere Amtszeit anstrebt - und auch in anderen Rathäusern der Region gibt es große Veränderungen, die auch die Mitarbeiter nicht kalt lassen.

 

Er werde bei der Wahl zum Beigeordneten im Februar 2026 nicht erneut antreten. Der 31. Januar kommenden Jahres werde sein letzter Arbeitstag sein. Der 61-Jährige begründete dies unter anderem damit, dass er künftig mehr Zeit mit seiner Gattin verbringen möchte.

Mehr Zeit mit Ehefrau Birgit Priebe verbringen

Folgerichtig ist deshalb, dass nun aus dem Rathaus in Remseck im Landkreis Ludwigsburg diese Information kommt: Die Baubürgermeisterin Birgit Priebe möchte auch keine weitere Amtszeit mehr absolvieren. Denn Birgit Priebe ist eben jene Ehefrau, die Mauch Ende Mai dieses Jahres in seiner Begründung vor den Journalisten erwähnt hatte.

Nach sieben Jahren Amtszeit in Remseck am Neckar verabschiede sie sich zum Jahresende 2025 – also einen Monat vor Peter Mauch. „Gemeinsam mit meinem Mann habe ich diese Entscheidung getroffen“, erläutert Priebe.

Im Remstal ist Birgit Priebe, die auf 33 Jahre in verschiedenen Kommunalverwaltungen zurück blicken kann, keine Unbekannte. War sie doch von 2002 an Baubürgermeisterin in Waiblingen, wohin sie von Kornwestheim aus wechselte. Nach zwei Amtsperioden allerdings war in der Hauptstadt des Rems-Murr-Kreises Schluss.

Peter Mauch – hier 2018 am Schreibtisch im Rathaus Kernen. Foto: Patricia Sigerist

Im Gemeinderat wurde ihr vor der zweiten Wiederwahl signalisiert, dass sie nicht zwingend mit einer Mehrheit rechnen könne. Da kam es zupass, dass in der nordöstlichen Nachbarstadt Remseck gerade der Baubürgermeisterposten zu vergeben war. Priebe zeigte Interesse und wurde 2018 zur neuen Bau-Bürgermeisterin der Stadt am Neckar gewählt. Zu ihrem Ende in Waiblingen sagte sie damals unserer Zeitung: „Ein wichtiger Grund war für mich die mangelhafte Wertschätzung von Teilen des Waiblinger Gemeinderats. Das hat mich schon sehr getroffen.“

Warum sie bei den Waiblinger Stadträten offenkundig kein so hohes Standing hatte, wurde seinerzeit nicht ganz so offenbar. Zwar hatte sie einst einmal versäumt, die Einwände der Stadt Waiblingen gegen das seinerzeit vorgesehene Planfeststellungsverfahren zur Neckarbrücke fristgerecht beim Regierungspräsidium einzureichen. Die Kritik an ihr hielt allerdings nicht lange an.

Freizeit statt als Bürgermeister im Rathaus

Danach in Remseck jedenfalls kam die studierte Architektin und Stadtplanerin gut an. Während ihrer siebenjährigen Amtszeit initiierte und realisierte Priebe zum Beispiel die Bauabschnitte II und III der „Neuen Mitte“ am Neckar. Laut einer Erklärung der Stadtverwaltung habe sie die Zukunft Remsecks mit „Weitsicht, Verantwortungsbewusstsein und großem Engagement“ geplant.

Mit ihrem Mann Peter Mauch habe sie nun beschlossen, „ab 2026 den Fokus auf uns zu richten und unsere Freizeit selbstbestimmt zu verplanen“, so beschreibt die 63-Jährige die gemeinsamen Überlegungen der vergangenen Monate.