Blaulicht aus der Region Stuttgart Rolltreppenunfall: Junge nicht in Lebensgefahr

Von red 

Die Polizei untersucht weiterhin den Unfall vom Montagabend, als sich ein fünfjähriger Junge mit seinen Haaren im Rollband des Kauflandes verfangen hat. Er ist nicht in Lebensgefahr.

Ein Fünfjähriger hat sich in einer Rolltreppe im Kaufland Ludwigsburg eingeklemmt. Foto: bin
Ein Fünfjähriger hat sich in einer Rolltreppe im Kaufland Ludwigsburg eingeklemmt. Foto: bin

Ludwigsburg - Der fünfjährige Junge, der am Montagabend bei einem Unfall an der Rolltreppe im Kaufland in der Friedrichstraße schwer verletzt wurde, ist nach Angaben der Polizei noch im Krankenhaus. Er schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Was war passiert? Gegen 20.20 Uhr war das Kind mit seinem Vater und der größeren Schwester auf der Rolltreppe vom Unter- in das Erdgeschoss gefahren. Das Laufband verbindet das ebenerdige Erdgeschoss, in dem sich unter anderem eine Apotheke und ein Friseurladen sowie eine Postagentur befindet, mit der Einkaufsfläche ein Stockwerk darüber.

Die Familie des Kindes standen mit dem Rücken zu ihm, als er sich möglicherweise auf den Handlauf legte. Auf bislang unbekannte Weise wurde er heruntergerissen und am Kopf verletzt. „Zur genauen Ursache laufen die Ermittlungen noch“, erklärt eine Sprecherin der Polizei.

Der Einkaufsbetrieb ging am Abend weiter

Offenbar haben sich die Kopfhaare des Jungen im Band verfangen. Was sich vor Ort im Kaufland niemand erklären kann. „Ein unerklärlicher Vorgang“, heißt es vor Ort. Der Bub wurde mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Am Unglücksort hatte sich ein Notarzt um das Kind gekümmert. Nach dem ersten Schreck und nachdem das Kind versorgt war, ging der Einkaufsbetrieb weiter, das Kaufland in der Friedrichstraße hat bis 22 Uhr geöffnet.

„Es liegen uns bislang keine konkreten Erkenntnisse darüber vor, wie es zu diesem Vorfall kommen konnte“, erklärt Christine Axtmann, die Sprecherin der Kaufhof-Zentrale. Mitarbeiter und Kunden hätten sofort reagiert, in dem sie den Notarzt gerufen und erste Hilfe vor Ort geleistet hätten. Nachdem der Notarzt den Jungen versorgt hat, wurde er ins Krankenhaus gebracht. „Soweit uns bekannt, konnte er das Krankenhaus bereits wieder verlassen“, erklärt die Sprecherin.

Einen derartigen Vorfall habe es bislang noch nicht in einer Kaufland-Filiale ergeben. „Die polizeilichen Ermittlungen haben bislang keinen Hinweis auf einen Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften ergeben“, betont Axtmann. Einen technischen Grund für den Vorfall schließe man aus, da die Rolltreppe regelmäßig gewartet worden seien und sich in einwandfreiem Zustand befunden hätten. „Wir werden mit unserer Wartungsfirma darüber sprechen, ob es Möglichkeiten einer zusätzlichen Sicherheitsmaßnahme gibt, um einen solchen Vorfall zukünftig zu vermeiden“, erklärt Axtmann. Der Verkaufsbetrieb der Filiale war von dem Vorfall nicht beeinträchtigt. Die Verkaufsfläche der Filiale beträgt rund 4200 Quadratmeter.

Die Polizei sucht weiter Zeugen

Am Tag danach ist von dem schlimmen Vorfall nichts mehr zu bemerken – an den Rolltreppen läuft Kaufhausmusik, der normale Supermarktalltag ist wieder eingezogen. Nur einigen Angestellten sitzt der Schrecken noch in den Knochen – einige haben bemerkt, wie der Notarzt angerückt ist und es einen großen Menschenauflauf gab. „Das schlimm“, meint eine Mitarbeiterin, die aber genauso wie der Filialleiter nicht über den Vorfall sprechen dürfen.

Der Fünfjährige soll in der Vergangenheit trotz elterlichen Verbots bereits Turnversuche am Handlauf der Rolltreppe gemacht haben, wie die Polizei berichtet. Bislang ergaben sich keine Hinweise auf einen Verstoß gegen Sicherheitsvorschriften. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Ludwigsburg-Oststadt, Tel. 07141/281011, in Verbindung zu setzen.

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