Blaulicht aus Stuttgart 14. März: Verdächtige wehren sich heftig gegen Polizei

Von SIR 

In zwei Fällen haben sich Verdächtige so heftig gegen ihre Festnahme gewehrt, das es zu einem Gerangel mit der Polizei gekommen ist. Dabei wurden zwei Personen verletzt - weitere Meldungen der Polizei aus Stuttgart.

Verdächtige wehren sich heftig gegen Polizeibeamte - weitere Meldungen der Polizei aus Stuttgart. Foto: dpa/Symbolbild
Verdächtige wehren sich heftig gegen Polizeibeamte - weitere Meldungen der Polizei aus Stuttgart. Foto: dpa/Symbolbild

Stuttgart-Mitte/Stuttgart-Süd: Gleich zwei Mal haben sich am Mittwoch Personen gegen ihre Festnahme heftig gewehrt und mussten von der Polizei überwältigt werden. Ein 29-jähriger Mann und eine Polizeibeamtin wurden bei einem Gerangel verletzt.

In Stuttgart-Mitte haben Zeugen laut Polizei gegen 18 Uhr einen 29-jährigen Mann, der am Vormittag an einem Imbiss Alkohol gestohlen haben soll, eben dort wiedererkannt und die Polizei gerufen. Die alarmierten Polizeibeamten wollten die Personalien des Tatverdächtigen aufnehmen und ihn dazu zum Polizeiposten Klett-Passage bringen. Der deutlich angetrunkene Tatverdächtige händigte offenbar widerwillig einen Ausweis aus, behauptete zu einem Taxi zu müssen und war nicht bereit, mitzukommen.

Die beiden Polizisten, ein 51-jähriger Polizeibeamter und seine 29-jährige Kollegin, griffen den Mann an den Armen und nahmen ihn in die Mitte. Der renitente Verdächtige stieß  die Beamtin ruckartig von sich, dass sie stürzte und benommen liegen blieb. Ihr Kollege versuchte nun zunächst alleine den Mann zu überwältigen. Ein 44-jähriger Zeuge kam dem Beamten schließlich zu Hilfe und gemeinsam rangen sie den 29-Jährigen zu Boden.

Dort wehrte und sperrte sich der Gewalttätige weiter so heftig gegen seine Festnahme und das Anlegen der Handschließe, dass sich der Beamte laut Polizei mit einem Schlag gegen den Kopf des Mannes durchsetzen musste. Der 29-Jährige erlitt dadurch eine Kopfplatzwunde. Auch die Polizeibeamtin erlitt, als sie zu Boden geschleudert wurde, eine Verletzung. Sie musste sich später am Knie behandeln lassen und konnte ihren Dienst nicht fortsetzen. Rettungswagen brachten den Randalierer und die Beamtin zur ambulanten Behandlung in die Klinik. Der Randalierer hatte beim Test mit dem Alkomat mehr als 2 Promille.

Im zweiten Fall wurden Beamte gegen 20.15 Uhr wegen eines Ladendiebstahls in ein Ladengeschäft am Marienplatz im Stuttgarter Süden gerufen. Da der 43-jährige angetrunkene Tatverdächtige keine Ausweispapiere bei sich hatte, wollten ihn die Beamten zum Revier in der Gutenbergstraße bringen. Doch der 43-Jährige war nicht einverstanden und fuchtelte mit den Armen. Schließlich musste er von den 24 und 30 Jahre alten Polizeibeamten zu Boden gedrückt werden. Erst dort gelang es ihnen, dem Tatverdächtigen Handschließen anzulegen. Verletzt wurde bei dem Gerangel niemand.