Blick zurück: Zita Funkenhauser Olympiasiegerin, Zahnärztin und Familienmanagerin

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Zita Funkenhauser hat lange überlegt, ob sie will, dass ihre Töchter auch fechten. Die Aufregung vor den Wettkämpfen, die Höhenflüge, die Tiefschläge – soll sie das den Mädchen zumuten? Und auch sich wieder? Die Mutter beschloss, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Sie liefen dahin, dass Leandra und Greta Behr in der Kadetten-Rangliste des Deutschen Fechterbundes Platz zwei und Platz neun belegen und Zita Funkenhauser ihre Töchter zu den Turnieren begleitet. „Solange sie das wollen“, versichert die Mutter, die selbst kein Florett mehr in die Hand nimmt, weil sie ahnt, dass ihr Körper nicht mehr schnell genug ist. Dafür spielt sie zweimal die Woche Badminton.

Im Tauberbischofsheimer Fechtzentrum kreuzen sich klappernd Klingen, Turnschuhe flitzen quietschend über den Hallenboden, Schweiß steht in der Luft, Fechter schreien und stöhnen. Im Foyer findet ein Empfang für Very Important Persons statt. Es gibt Häppchen und Sekt und jede Menge Loblieder auf die Firma Samsung, die so tolle Handys herstelle – und vor allem: diese Deutschen Meisterschaften sponsert. Zita Funkenhauser zieht ein iPhone des Konkurrenten Apple aus ihrer Handtasche. „Das sollte ich hier wohl besser nicht zeigen“, sagt sie und lächelt. Geht aber nicht anders. Sie muss mit ihrer Tochter simsen. Leandra ist ausgeschieden und hat es nicht ins Finale geschafft. Das Turnier ist für sie gelaufen, jetzt will sie nach Hause. Wer fährt: Die Mama oder der Papa? Der Papa, beschließt die Mama und vereinbart einen Treffpunkt.

Letzte Frage an Zita Funkenhauser: „Würden Sie aus heutiger Sicht etwas anders machen?“ Die Olympiasiegerin, Zahnärztin und Familienmanagerin überlegt: „Würde ich etwas anders machen?“ Sie überlegt weiter. Dann die Antwort: „Nein. Ich weiß ja nicht, ob etwas anderes besser gewesen wäre.“

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