Blitzatlas 2016 Hier hat es im Südwesten am meisten geblitzt

Von red/dpa/lsw 

Im vergangenen Jahr hat es dem Blitzatlas zufolge auffallend weniger Blitzeinschläge gegeben als in den Jahren zuvor. Blitzhochburg im Südwesten ist diesmal Esslingen.

Ein Blitz über Bad Mergentheim. Foto: Jürgen Veits/dpa
Ein Blitz über Bad Mergentheim. Foto: Jürgen Veits/dpa

Karlsruhe/München - An sich blitzt und donnert es im Süden mehr als im Norden - bundesweite Blitz-Hauptstadt war im vergangenen Jahr 2016 aber das nordrhein-westfälische Wesel. Im Ranking der Bundesländer steht Baden-Württemberg mit 51 024 Blitzeinschlägen nach Bayern und Nordrhein-Westfalen an dritter Stelle. Auf einen Quadratkilometer kamen im Südwesten im vergangenen Jahr 1,43 Einschläge, gab der Blitz-Informationsdienst in München bekannt. Blitzhochburg im Südwesten ist Esslingen (2241 Blitze), am wenigsten blitzte es in Freiburg (65 mal).

Bundesweit gab es 2016 laut Blitzatlas „auffallend wenige Blitzeinschläge“. Hauptgrund sei, dass es im normalerweise blitzreichen August sehr wenige Gewitter gegeben habe.

Mehr als 200 000 Blitze pro Tag

Für die Statistik registrieren zahlreiche Messstationen jeden Blitz, der die Erde erreicht, egal ob Gebäude, Baum, Mast oder Boden. Der Ort des Einschlags lässt sich nach Angaben der Experten auf rund 200 Meter genau bestimmen. An Tagen mit starken Gewittern zucken mehr als 200 000 Blitze durch den Himmel über Deutschland, tausende schlagen ein. Angaben zu Schäden gibt es nicht in dem Atlas.

Wird man direkt getroffen, steigt die Spannung im Körper auf mehrere 100 000 Volt an. Mögliche Folgen: Herz- oder Atemstillstand. Rund zwei von drei Menschen, die von einem Blitz getroffen werden, überleben dies - haben aber oft jahrelang mit Spätfolgen zu kämpfen.