In diesen Städten in Baden-Württemberg stehen laut einer aktuellen Auswertung die meisten Blitzer.
Während der sogenannten Speedweek im April 2026 wird bundesweit verstärkt kontrolliert. Doch auch außerhalb solcher Aktionszeiträume unterscheidet sich das Risiko, geblitzt zu werden, deutlich – auch innerhalb Baden-Württembergs. Das zeigt eine aktuelle Analyse des Verbraucherportals Allright.
Freiburg bleibt bundesweit an der Spitze
Im bundesweiten Vergleich führt Freiburg im Breisgau erneut das Ranking an. Mit einer Blitzerdichte von 38,76 Anlagen pro 1.000 Hektar Straßenfläche gilt die Stadt als „Blitzer-Hauptstadt“ Deutschlands. Damit liegt Freiburg nicht nur im Südwesten, sondern auch bundesweit deutlich vor allen anderen Städten.
Ausschlaggebend ist vor allem die hohe Zahl fest installierter Anlagen. Laut Allright sind diese im Alltag zwar gut bekannt, tragen aber dennoch maßgeblich zur hohen Dichte bei.
Karlsruhe und Stuttgart ebenfalls weit vorne
Auch andere Städte aus Baden-Württemberg schneiden im Ranking vergleichsweise hoch ab:
- Karlsruhe belegt mit 27,15 Blitzern pro 1.000 Hektar bundesweit Platz drei.
- Stuttgart folgt mit 21,29 auf Rang sieben.
Damit gehören gleich drei Städte aus dem Südwesten zu den zehn Orten mit der höchsten Blitzerdichte in Deutschland.
Im Durchschnitt liegt die Blitzerdichte in den 50 größten deutschen Städten bei 11,45 Anlagen pro 1.000 Hektar. Alle drei genannten Städte in Baden-Württemberg liegen damit deutlich über diesem Wert.
Viele Blitzer – aber unterschiedliche Verteilung
Ein Blick auf die absoluten Zahlen zeigt ein differenziertes Bild: In Stuttgart sind im Schnitt rund 44,7 Blitzer gleichzeitig im Einsatz, in Karlsruhe etwa 42,4 und in Freiburg rund 31,9. Diese Werte umfassen sowohl stationäre als auch mobile und teilstationäre Anlagen.
Während Freiburg vor allem durch viele feste Anlagen auffällt, spielt in Karlsruhe auch der Einsatz mobiler Blitzer eine größere Rolle. Im bundesweiten Vergleich gehört Karlsruhe sogar zu den Städten mit besonders vielen mobilen Kontrollen.
Blitzerdichte steigt bundesweit an
Die Analyse zeigt zudem einen generellen Trend: Die Blitzerdichte nimmt zu. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Durchschnittswert um rund 12,6 Prozent gestiegen. Auch in den bereits zuvor untersuchten Städten lag der Anstieg bei knapp zehn Prozent.
So hat Allright ausgewertet
Für die Untersuchung hat Allright die zuständigen Behörden der 50 größten deutschen Städte befragt und die Zahl stationärer Blitzer erhoben. Ergänzend wurden im Zeitraum vom 11. Februar bis 26. März 2026 werktags Daten zu mobilen und teilstationären Anlagen über eine Blitzer-App ausgewertet.
Um die Städte vergleichbar zu machen, wurden alle Werte ins Verhältnis zur jeweiligen Straßenfläche gesetzt. Nicht berücksichtigt wurde, ob einzelne Anlagen mehrere Fahrtrichtungen überwachen können. Auch derzeit außer Betrieb befindliche Anlagen wurden einbezogen, sofern sie grundsätzlich reaktiviert werden könnten.
Mobile Blitzer schwerer vorhersehbar
Nach Einschätzung von Allright spielen mobile Kontrollen eine besondere Rolle. Sie seien für Verkehrsteilnehmer schwerer vorhersehbar und würden daher häufiger zu Verstößen führen. Gleichzeitig seien Messungen hier vergleichsweise oft anfechtbar.
Unabhängig davon zeigt die Auswertung vor allem eines: In Baden-Württemberg ist die Kontrolldichte in mehreren Großstädten überdurchschnittlich hoch – und der Trend geht weiter nach oben.