Die neue Saison im Blühenden Barock, die am 20. März startet, wartet mit einigen Neuheiten, aber auch mit Altbewährtem auf. Im Mittelpunkt: der „Märchenhafte Blütenzauber“.

Ludwigsburg: Sabine Armbruster (sar)

„Blütenduft und Märchenzauber“ heißt der Slogan des Blühenden Barocks Ludwigsburg. In der kommenden Saison, die am 20. März, pünktlich zum kalendarischen Frühlingsbeginn, startet, wird daraus der „Märchenhafte Blütenzauber“ – und der dauert bis zum 14. Juni. Doch auch Klassiker wie das Musikfeuerwerk, das Straßenmusikfestival und die Kürbisausstellung sind wieder mit dabei, bis die Leuchtenden Traumpfade das Saisonende einläuten. Allerdings gibt es zum Teil neue Akzente.

 

Das bietet der „Märchenhafte Blütenzauber“

Ein Blütenweg soll, beginnend am Haupteingang in der Schorndorfer Straße, bis in den Unteren Ostgarten zur Cafeteria am Rosengarten führen, wo die Blüten – ebenso wie in der ganzen Parkgastronomie – auch kulinarisch mitmischen werden. Auf dem ganzen Weg sind nicht nur natürliche Schönheiten aus dem Pflanzenreich zu bewundern, sondern auch kunstvoll gestaltete Blüten aus unterschiedlichen Materialien – unter anderem aus Sand. Denn die Arbeit der Sandkünstler wird in diesem Jahr in den „Märchenhaften Blütenzauber“ integriert. Der Hintergrund: „Wir wollen mehr Ruhe haben im Gelände, damit genügend Zeit zwischen den einzelnen Veranstaltungen bleibt, um die Flächen wieder zu richten“, erklärt die Blüba-Direktorin Petra Herrling.

Während der gesamten Dauer der neuen Veranstaltung soll sich der „Märchenhafte Blütenzauber“ ständig verändern. Zum einen, weil mit dem Fortschreiten des Frühlings immer andere Pflanzen dominieren. Zum anderen, weil es auch wechselnde Angebote geben wird. So steigt etwa am 22. März erstmals die „Blumige Hutparade“: Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, Kopfbedeckungen mit echtem oder künstlichem Blumenschmuck zu tragen. In verschiedenen Kategorien – größter, schwerster und farbenprächtigster Hut – und Altersklassen werden Preise vergeben.

Die Blüba-Chefin Petra Herrling freut sich auf die neue Saison, die unter anderem zu einer Hutparade einlädt. Kronen gibt es aber auch. Foto: Sabine Armbruster

Am 25. April folgt „Blütenglanz und Tafelpracht“, am 16. und 17. Mai entsteht ein Mandala aus Naturmaterialien, und am 23. und 24. Mai sowie am 6. und 7. Juni lockt das Spielvergnügen mit einer neu geschaffenen Murmelbahn aus Sand im Mittelpunkt. Ein kleiner Pflanzenmarkt rundet den „Märchenhaften Blütenzauber“ ab.

Straßenmusikfestival erst im Hochsommer

„Pfingsten war in den letzten Jahren immer kalt“, erinnert sich Herrling. Was nicht nur den Stimmen der Musiker beim Straßenmusikfestival, sondern auch deren Instrumenten zu schaffen gemacht habe. Deshalb rücke die beliebte Veranstaltung in diesem Jahr auf den 20. und 21. Juni. Zwei Tage weniger als sonst, dafür laden dieses Mal Mitmach- und Spieleaktionen auch die Kinder ein. Zudem sorgen Clowns, Gaukler und Artisten für Unterhaltung, bevor dann am frühen Nachmittag die Livemusik beginnt.

Ebenfalls im Hochsommer ist vom 12. August bis zum 6. September wieder der Zirkus Roncalli im Südgarten zu Gast und feiert sein 50-jähriges Bestehen.

Pyrotechnik liegt in neuen Händen

Über viele Jahre hinweg hat die Firma Flash Art mit ihrem Feuerwerk und Laserinstallationen die Besucher des Musikfeuerwerks, des Lichterzaubers und der „Leuchtenden Traumpfade“ bezaubert. Das ist Geschichte. Nach dem plötzlichen Tod des Flash-Art-Chefs Markus Katterle im vergangenen Jahr wurde die Firma aufgelöst. Für das Musikfeuerwerk zeichnet jetzt die Firma Innovative Pyrotechnik aus Ehningen verantwortlich und will das Spektakel näher ans Publikum bringen. Auch hier sollen Märchen eine Rolle spielen, unter anderem mit Musik aus Disney-Verfilmungen. Beim Lichterzauber hat die sächsische Firma Artkontor, genauer gesagt die Niederlassung im hessischen Büttelborn, den Hut auf. Wer die Leuchtenden Traumpfade vom 23. Oktober an gestaltet, steht derzeit noch nicht fest.

Bewährte Formate fast in gewohnter Form

Doch nicht alles ist neu im Blühenden Barock. Ballonblühen (17. bis 19. April), Barocke Gartentage (1. bis 3. Mai), Märchenfest (1. und 2. August) und Kürbisausstellung (22. August bis 1. November) sind bewährte Klassiker, die mehr oder weniger im selben Gewand wie immer daherkommen. Wobei in diesem Jahr unter anderem bei den Barocken Gartentagen auch Märchenbücher verkauft werden und ein Märchenerzähler die kleinen Besucher verzaubern will. „Generell zieht sich das Thema Märchen durchs ganze Jahr, nicht nur im Märchengarten“, so Herrling. Bei der Kürbisausstellung soll das Thema „Spielen“ im Mittelpunkt stehen. Nicht nur dank Figuren von Barbie bis Super Mario. „Wir wollen das Mitmachen immer weiter ausbauen“, erklärt die Blüba-Chefin ihre Intention.

Das Blühende Barock im Winter

Reparaturen
Die kurze Wintersaison wird im Blüba dazu genutzt, um alles wieder auf Vordermann zu bringen. Unter anderem wurden die Parkbänke frisch gestrichen, die Zäune am Schüsselessee erneuert, ebenso die Hölzer der Cabrioschaukel und die Bewässerungsanlage entlang des Brückenwegs. Die größte Baustelle befindet sich aktuell noch neben dem Spielplatz beim Eingang zum Märchengarten. Dort, wo früher die Aktionsscheune war, entstehen neue Toilettenanlagen Dafür mussten Nestschaukel und Holzstamm-Zügle weichen.

Baumfällungen
Einige Bäume mussten gefällt werden, unter anderem ein Riese in der Nähe des Tals der Vogelstimmen, der im vergangenen Jahr wegen Astbruchgefahr schon kräftig gestutzt werden musste. Ebenfalls weichen mussten zwei Bäume im Bereich des Weinberghauses; laut Petra Herrling haben sie das derzeit marode Strohdach des Gebäudes verschattet und so zu dessen schnelleren Verfall beigetragen.