Hinter den Kulissen des Blühenden Barock Wie finden Besucher einen Parkplatz? Und was passiert eigentlich im Notfall?

So farbenfroh begrüßt das Blüba seine Besucherinnern und Besucher. Foto: Simon Granville

Die Blüba-Saison hat begonnen. Wie der Besuch möglichst sicher und unkompliziert wird, darüber haben sich das Blüba-Team und die Stadt im Vorfeld viele Gedanken gemacht.

Mit märchenhaften Kutschen, faszinierenden Sandskulpturen, Walking Acts und natürlich jeder Menge Blumen und Blüten ist das Blühende Barock am vergangenen Freitag in die Saison gestartet. Das Motto: Märchenhafter Blütenzauber. Bei dieser prachtvollen Kulisse denkt vermutlich niemand als Erstes daran, was eigentlich in einem Notfall passiert. Oder daran, ob die nach ihm Kommenden auch noch einen Parkplatz bekommen.

 

Wer sich darüber sehr wohl Gedanken macht,ist das Team des Blühenden Barocks sowie die Stadt Ludwigsburg. Schließlich soll der Besuch im Blüba und im Märchengarten nicht nur Spaß machen, sondern auch sicher und möglichst unkompliziert sein. Und wenn die Autos sich nicht kreuz und quer durch die Stadt quälen auf der Suche nach einem Parkplatz, haben schließlich alle etwas davon. Das hat sich hinter den Kulissen getan:

1. Wo, bitte, geht’s zum Schloss?

Für Ortsfremde sollte es inzwischen fast unmöglich sein, sich auf dem Weg zum Blüba zu verlaufen oder zu verfahren. So befinden sich bereits am Bahnhof erste Hinweisschilder, erklärt Petra Herrling, Geschäftsführerin des Blühenden Barock. Wer danach mit dem Bus weiterfahren möchte, findet die passende Haltestelle dank der Beschilderung auf den ersten Blick. Für Fußgänger wurden in regelmäßigen Abständen Wegweiser vom Bahnhof bis zum Blüba angebracht.

Eine hilfreiche Ergänzung für Besucherinnen und Besucher von außerhalb, findet die Blüba-Direktorin, zumal die Zahl derjenigen, die die Online-Tickets mit integriertem VVS-Ticket kaufen, seit 2023 stetig angestiegen sei. „Da das VVS-Ticket inklusive ist, können wir leider nicht nachprüfen, wie viele letztlich tatsächlich mit den Öffentlichen anreisen, aber wir sehen ja die Besucherströme, die wochenends vom Bahnhof zum Schloss kommen.“

2. Wo kann man parken – bei Aldi?

Das bisherige Parkleitsystem in Ludwigsburg hatte durchaus seine Tücken. Nicht immer funktionierte die Technik einwandfrei, und nicht immer war die Beschilderung aus Sicht der Autofahrer nachvollziehbar, wie die Ludwigsburger Stadtverwaltung im Mobilitätsausschuss am Donnerstag erklärte.

„Jetzt folgt das alles einer inneren Logik“, hieß es von Ulrike Schmidtgen, Leiterin der Abteilung Tiefbau und Grünflächen. Darüber hinaus wurden zwei ganz neue Anzeigetafeln angebracht, und die Parkhäuser durchnummeriert für eine bessere Orientierung.

Solche Anzeigetafeln gibt es in Ludwigsburg schon länger, mittlerweile wurden sie aber verbessert und erweitert. Foto: Simon Granville

Was die Technik angeht: Die Stadtwerke Ludwigsburg haben ihre Bereitschaft signalisiert, das Parkleitsystem über die Leitwarte zu überwachen. „Somit könnte künftig bei etwaigen Störungen schnell und zielgerichtet reagiert werden“, so Ulrike Schmidtgen.

Ergänzend finden Anreisende mit dem Auto bereits im Vorfeld Hinweise zu Parkplätzen auf der Homepage des Blühenden Barock oder der Stadt Ludwigsburg. Besonders freut sich die Blüba-Direktorin, dass eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den nahegelegenen Lidl- und Aldi-Filialen (in der Hindenburgstraße, Marbacher Straße und Schwieberdinger Straße) zustandegekommen sei.

Zum Teil können Besucher dort kostenlos parken und dann einfach mit dem Bus zum Schloss fahren. Aber Vorsicht: Das gilt nur zu bestimmten Zeiten, wenn zum Beispiel größere Veranstaltungen in der Stadt sind, und auch dann nur auf speziell ausgewiesenen Parkplätzen.

3. Was passiert bei einem Notfall?

„Wir haben uns viele Gedanken gemacht rund ums Thema Sicherheit“, erklärt Petra Herrling. Zum Beispiel mit Blick auf zusätzliche Fluchtwege und das Freihalten von Rettungswegen. Ganz neu ist eine Lautsprecheranlage im Märchengarten, damit wichtige Informationen im Fall der Fälle auch bei den Besuchern und Mitarbeitenden ankommen.

Damit es zu diversen Notfällen gar nicht erst kommt, hat das Blüba-Team immer weiter an seinem Sicherheitskonzept gefeilt und arbeitet fortwährend an Verbesserungen, so Herrling. So soll der Einsatz von Ordnungskräften an besucherstarken Tagen Gäste und andere Mitarbeitende schützen, „denn das Gewaltpotenzial ist leider gestiegen“. Besucherströme werden außerdem gezielt gelenkt, damit es an Engstellen nicht zu voll wird. „Bei den Traumpfaden hat sich das neue Konzept bereits gut bewährt, da haben wir sehr positive Rückmeldungen bekommen.“

Mit Blick auf Amokfahrten, die die Organisatoren von Weihnachts-, Krämermärkten und Co. seit einiger Zeit vor große Herausforderungen stellen, ist das Blühende Barock mit seinen dicken Mauern bereits gut gerüstet. Damit an besucherstarken Tagen außerhalb der schützenden Mauern kein zu großes Gedränge und zu lange Schlangen entstehen, wird beispielsweise die Annahme von Online-Tickets künftig innerhalb des Geländes abgewickelt.

Eintrittspreise

Tageskarten
Je nachdem, ob Nebensaison oder Hauptsaison, einfacher Besuch oder Sonderveranstaltung, unter der Woche oder an Wochenenden, gelten fürs Blüba unterschiedliche Tarife. Online sind Tickets zudem günstiger erhältlich und beinhalten direkt ein VVS-Ticket für Hin- und Rückfahrt. Aktuell ist Nebensaison, klassische Tageskarten kosten für Erwachsene 14 Euro (online 12 Euro), für Kinder zwischen vier und 14 Jahre 6 Euro (online 5,50 Euro). Familienkarten gibt es in unterschiedlichen Konstellationen. Die Hauptsaison beginnt am 22. August.

Dauerkarten
Saisonkarten sind jederzeit online oder vor Ort erhältlich. Im Vorverkauf sind sie allerdings günster: 45 Euro für Erwachsene, 27 Euro für Kinder. Früher endete die Vorverkaufsfrist bereits Ende März, in dieser Saison wurde sie erstmals bis zum 30. April verlängert. Danach kosten Saisonkarten 55 beziehungsweise 34 Euro.

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