Böblingen nach dem Krieg „HP hat in Garage begonnen“

Von gig 

Klaus-Georg Hengstberger hat 42 Jahre im Gemeinderat die Geschicke der Stadt mitbestimmt. Der 81-Jährige wirft einen Blick zurück.

Klaus-Georg Hengstberger blickt auf fünf Jahrzehnte Böblingen zurück. Foto: factum
Klaus-Georg Hengstberger blickt auf fünf Jahrzehnte Böblingen zurück. Foto: factum

Festakt Die Stadt feiert heute um 18 Uhr im Neuen Rathaus, Ebene 5, das 50-Jahr-Jubiläum. Neben Klaus-Georg Hengstberger sind als Festredner OB Wolfgang Lützner, Landrat Roland Bernhard und Regierungspräsident Johannes Schmalzl angekündigt. Umrahmt wird die Veranstaltung von Auftritten der Twisting Grizzlies, der Musikgruppe Johnson & Friends und des Rock-’n’-Roll-Clubs Böblingen.

Rechte Eine Große Kreisstadt (mindestens 20 000 Einwohner) untersteht nicht mehr der Rechtsaufsicht des Landratsamts, sondern der des Regierungspräsidiums. Der Bürgermeister führt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister und der Erste Beigeordnete ist Bürgermeister. In Böblingen ist dies der Erste Bürgermeister: der Finanzbürgermeister. Beigeordnet ist in Böblingen zudem die Baubürgermeisterin. Eine Große Kreisstadt erhält umfangreiche Verwaltungsaufgaben vom Landratsamt übertragen (vor allem im Sozial- und Ordnungsbereich). Für die Mehrkosten erhält Böblingen vom Land einen Zuschuss. Laut der Verwaltung könne man damit aber nicht alle anfallenden Aufwendungen decken.

Kreis Sindelfingen ist wie Böblingen am 1. Februar 1962 zur Großen Kreisstadt geworden. Die Urkunden in Böblingen und Sindelfingen wurden am 16. Februar verliehen. Sindelfingen hatte damals 27 015 Einwohner (aktuell 59 802), Böblingen 26 301 (aktuell 47 020). Leonberg wurde 1963 mit 22 484 Einwohnern Große Kreisstadt und hat heute 45 235 Einwohner. Herrenberg erfuhr die Erhebung am 1. Januar 1974 und zählte 22 000 Einwohner (aktuell: 31 200).

EngagementKlaus-Georg Hengstberger (81), in Stuttgart-Untertürkheim geboren, leitet seit 1996 als Geschäftsführer die Böblinger Beratungsfirma Consult Invest. Er engagierte sich von 1962 bis 2004 als Stadtrat der Freien Wähler, von 1979 bis 2009 im Kreistag. Der Wirtschaftsjurist war vor 1996 Geschäftsführer bei der Sanitärfirma Reisser in Böblingen. Von 1985 bis 1993 fungierte er als Vizepräsident der Bezirkskammer der Industrie- und Handelskammer Böblingen, danach bis zum Jahr 2004 als deren Präsident. Er war Mitbegründer des Softwarezentrums Böblingen-Sindelfingen. Im Jahr 2008 erhielt er das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 1987 das Bundesverdienstkreuz am Bande. 1999 wurde ihm die Ehrenmedaille der Stadt Böblingen verliehen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. gig




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