Böblingen Polarnacht 2026: Neue Bands, neue Zeit, neue Orte – was sich dieses Jahr ändert
Bei der Böblinger Polarnacht sind wieder einmal einige neue, aber auch viele bekannte Bands am Start – manche allerdings an ungewohnten Orten.
Bei der Böblinger Polarnacht sind wieder einmal einige neue, aber auch viele bekannte Bands am Start – manche allerdings an ungewohnten Orten.
Je nach Außentemperatur passt der Name manchmal nur so bedingt – allerdings hat die Böblinger Polarnacht auch nichts mit eisigem Wetter oder der Polarregion zu tun. Der Name geht vielmehr auf eine mittlerweile eingestellte Weizenbiersorte der Schönbuch-Braumanufaktur zurück.
Das Böblinger Unternehmen hatte die große Livemusik- und Kneipennacht vor mittlerweile 24 Jahren initiiert. Am 18. April findet die Veranstaltung mit jährlich rund 3000 Gästen erneut statt. Auch diesmal sind wieder mehr als 20 Bands in ebenso vielen Kneipen und Räumen angekündigt.
Zum dritten Mal findet die Polarnacht in diesem Jahr unter der Regie von Werbemann und Partyveranstalter Chris Rohr statt. Der Vorsitzende des Gewerbeforums Böblingen setzt dabei das bewährte Konzept fort. Sprich: Man bezahlt einmal Eintritt und bekommt dann mit einem Bändel am Handgelenk Zugang zu allen teilnehmenden Kneipen. Die Bands spielen jeweils rund 40-minütige Sets, in den Pausen bleibt so genug Zeit, zu Fuß zur nächsten Location zu wechseln – oder in den Shuttlebus zu steigen, wo Dank einer Drei-Mann-Band um Akkordeon-Mann Ralf Brendle jedes Mal eine ganz eigene Party auf Rädern steigt.
Noch nobler reist es sich in einem VIP-Shuttle. Wer einen Platz in der Stretchlimo ergattern möchte, kann auf der Facebook-Seite der Polarnacht an einem Gewinnspiel teilnehmen.
Der Ticketpreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal erhöht. Über die Homepage polarnacht-bb.de kostet ein Eintrittsbändel im Vorverkauf jetzt nicht mehr 18, sondern 20,80 Euro. Allerdings bekommt man dafür auch nach wie vor einiges geboten – zumal die Polarnacht seit 2025 nicht mehr nur von 21 Uhr bis 1 Uhr geht. Manche Locations beginnen bereits um 20 Uhr, sodass man für einmal Eintritt bezahlen fünf Livemusik-Sets mitnehmen kann. „Plus Aftershow-Party“, weist Chris Rohr darauf hin, dass die Fete nach den Konzerten mancherorts noch lange nicht vorbei ist.
Außerdem soll es wieder ein Feuerwerk geben, das der Ehninger Pyrotechniker Joachim Berner vom Kongresshallendach zünden wird. „Diesmal machen wir das aber nicht mehr in den Pausen, sondern schon bevor das erste Set losgeht, so gegen 19.45 Uhr“, sagt Rohr.
Wie in jedem Jahr sind wieder einige neue Acts am Start, darunter die Rock’n’Roll- und Boogie-Band Lucky Boho Band im Seegärtle, die stilistisch breit aufgestellte Lazy Sound Company im Freddchen oder die sechsköpfige Soulband Cat in a Poke im Platzhirsch. Als Location neu dabei (obwohl in Böblingen altbekannt) ist der Bierbrunnen. Dort ist mit der 1990 gegründeten Fast Eddy`s Blue Band eine regionale Livemusiklegende am Start.
Daneben gibt es ein Wiedersehen und Wiederhören mit alten Bekannten – diesmal allerdings in Form eines fröhlichen Räumchen-wechsel-dich-Spiels. Manche davon spielen in diesem Jahr allerdings an ungewohnten Orten.
„Das Problem ist, dass die eine oder andere Location momentan nicht existiert“, sagt Rohr. Unter anderem steht der Freiraum nicht zur Verfügung. Dort hatte in den vergangen Jahren immer die Rock-/Punk- und Metalcoverband El Creepo die Wände wackeln lassen. Nach dem Aus für den langjährigen Pächter Ivica Tokic im vergangenen Sommer wartet der sanierungsbedürftige Pavillon neben der Kongresshalle noch immer auf seine Wiedereröffnung. El Creepo spielt deshalb im Schwarzwaldsaal der Kongresshalle. „Thomas Fenzel hat sich da echt für uns ins Zeug gelegt“, lobt Rohr die Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer der Hallengesellschaft CCBS.
Weil in diesem Jahr auch das Stadel am Bootshaus fehlt, findet die Hüttengaudi mit Mimmo and Friends in der Alten TÜV-Halle statt. Dort hatte bisher Breaze gespielt, die nun aber ins Blaue Haus wechseln. Im Frechdax gibt es ebenfalls eine Rochade: Da Madison Bow das Brauhaus rocken darf, spielt dort jetzt die U2-Tributeband The Edge.