Böblingen: Raumprogramm für Flugfeldklinik Auf dem Weg zum Optimum

Der Kreistag billigt einstimmig ein überarbeitetes Raumkonzept, das mit den künftigen Nutzern abgestimmt wurde. Die Verwaltung erhält weniger Fläche, dafür soll die Notaufnahme größer werden.

Für die neue Klinik auf dem Flugfeld stehen fünf Hektar zur Verfügung  (rot markierte Fläche). Foto: Zweckverband  Flugfeld
Für die neue Klinik auf dem Flugfeld stehen fünf Hektar zur Verfügung (rot markierte Fläche). Foto: Zweckverband Flugfeld

Böblingen - Es ist nicht der erste Beschluss, der über die künftige Ausstattung der Flugfeldklinik gefällt wurde. Am Montagnachmittag stellte der Landrat Roland Bernhard den überarbeiteten und noch detaillierten Entwurf für das Raumprogramm vor, über das man sich im Grundsatz bereits vor einem Jahr einig gewesen war. Auch dieses Mal herrschte Einmütigkeit. Die kleinen, aber nicht unwesentlichen Veränderungen für die geplante Klinik mit 699 Betten wurden mit Wohlwollen aufgenommen. Vor allem, weil sich die Nutzfläche am neuen Standort um 5,4 Prozent reduziert.

Strahlentherapie kommt nicht in den Neubau

Zunächst waren insgesamt 54 000 Quadratmeter geplant, nun will man mit 3000 Quadratmeter weniger auskommen. „Wir wollen hier aber nicht in Euphorie ausbrechen“, sagte der Landrat Roland Bernhard. Das Ergebnis der Prüfung stelle sich so gut dar, weil die Strahlentherapie nicht in den Neubau integriert werden solle. Damit spare man fast 700 Quadratmeter. Noch mehr falle ins Gewicht, dass auch an einer zentralen Speisenversorgung festgehalten werde, die bisher in Calw angesiedelt ist. Sie soll dort wohl bleiben – damit fallen rund 1300 Quadratmeter weniger auf dem Flugfeld an. Tatsächlich an Fläche gespart werden soll dagegen bei den Verwaltungsräumen, die um 400 Quadratmeter verkleinert werden sollen. Auch die bisher ausgewiesene Fläche für die Ver- und Entsorgung im neuen Klinikum hat sich verringert: um rund 900 Quadratmeter. In der Abteilung der Arzneimittel und beim zentralen Gebäudereinigungsdienst können noch einmal hundert Quadratmeter entfallen.

Mehr Betten pro Station

Dagegen wird die Notaufnahme großzügiger gestaltet als bisher geplant. Hier sollen acht zusätzliche Untersuchungs- und Behandlungsräume hinzu kommen. Außerdem werden die Rötgendiagnostik und der zentrale Operationsbereich um 300 Quadratmeter erweitert. Die Physiotherapie wieder soll um rund 480 Quadratmeter verkleinert werden.

In den allgemeinen Pflegestatoionen werden die gemeinsam genutzten Räume weiter zusammengefasst, um den Platz noch effektiver auszunutzen. Dafür wird die Bettenzahl pro Station von 34 bis 35 auf 37 erhöht. Die Zahl der Pflegestationen soll von zehn auf neun reduziert werden. „Bei den Stationsgrößen können sich noch Veränderungen ergeben“, erklärt der Projektleiter Schäfer. Sie sind freilich abhängig von der Besetzung im Pflegedienst. Auf jeden Fall wird die Schlaganfallstation aufgestockt: von 28 auf 36 Betten. Eine Palliativeinheit mit elf Betten ist in Verbindung mit einer onkologischen Pflegestation ebenfalls geplant. In der Kinder- und Jugendmedizin werden sechs Plätze zusätzlich eingerichtet.

Der Architekt soll im Herbst feststehen

Auch die sozialen Dienste erhalten mehr Raum, deren Flächen sollen sich um 200 Quadratmeter vergrößern. Darüber hinaus ist ein Multifunktionsraum vorgesehen, der von Gästen genutzt werden kann. Das gesamte Raumprogramm ist mit den künftigen Nutzern in zahlreichen Gesprächen abgestimmt worden.

Ende Juli soll dem Kreistag eine Bauleitplanung vorgelegt werden. Eine Vorauswahl von Architekten ist getroffen worden. „Spätestens in diesem Herbst wird bekannt gegeben, sagte der Landrat, „welcher Architekt zum Zuge kommt.“ Dieser werde mit einem ersten Gebäudeentwurf beauftragt, der im Frühjahr 2018 vorgestellt werden soll. Wichtig sei auch eine Erweiterungsmöglichkeit des Klinikums in Richtung Osten, etwa auch um die Notfallaufnahme zu vergrößern.




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