Böblinger Heavy-Metal-Gitarrist Ralf Dietel Volle Dröhnung im Schwarzen Keiler

Schlagzeugerin Niki Skistimas und Gitarrist Ralf Dietel sind Krash Karma. Foto: privat

Der Böblinger Gitarrist Ralf Dietel lebt seit 20 Jahren in den USA, tourt aber oft mit Krash Karma durch Europa. Am Mittwochabend spielt er in Stuttgart.

Die Pause war recht kurz. Nach extrem intensiven Monaten und Dutzenden von Auftritten im vergangenen Jahr haben der Böblinger Ralf Dietel und seine Musik- und Lebenspartnerin Niki Skistimas in diesem Frühjahr nur kurz durchgeschnauft – und sind inzwischen schon wieder unterwegs. Als Krash Karma ist das Heavy-Metal-Duo seit vielen Jahren erfolgreich und lebt den eigenen Rock ´n ´ Roll-Traum.

 

Dafür müssen der Gitarrist und die Schlagzeugerin auch einiges tun, die vielen Auftritte absolvieren sie nicht nur aus Lust und Laune. „Konzerte sind unser Haupteinkommen, und ohne Liveshows könnten wir es uns nicht leisten, in Los Angeles zu leben“, sagt Ralf Dietel. „Wir verdienen zwar auch Geld durch Musikvideos und Streams, das ist aber nicht genug, um uns auf die faule Haut legen zu können.“ Gleichzeitig haben sich Krash Karma inzwischen auch in Europa eine so große Fangemeinde erspielt, dass die Band auf dem halben Kontinent Konzerte vor viel Publikum geben kann.

Seit Anfang Juni sind Dietel und Skistimas in Frankreich und Deutschland unterwegs, es folgen Termine in Österreich, Schweden und Norwegen. Seit das Musikerpaar einen französischen Manager hat, ist das Duo insbesondere in Frankreich gerne präsent. Die ersten Auftritte dort im Sommer 2023 waren überraschend erfolgreich, auch jetzt standen in Rennes, Montpellier oder Colmar Gigs an. „Die Frankreich-Tour ist für uns ein Highlight“, schwärmt Ralf Dietel, „noch dazu, wenn wir paar Tage frei haben und in Südfrankreich surfen gehen.“

Zu zweit laut wie eine Rockband

Der 50-jährige Gitarrist mit den auffälligen Zebra-Dreadlocks ist in Böblingen aufgewachsen und hat früh in diversen Bands gespielt. Meistens ging es laut und hart zu. 2003 wanderte Dietel in die USA aus, um seinen Profimusiker-Traum zu verwirklichen. In Niki Skistimas fand er die ideale Lebens- und Musikpartnerin. Da sich der technisch versierte Dietel ein Hybrid-Instrument aus Gitarre und Bass gebaut hat, können Krash Karma zu zweit den Klang und den Druck einer ganzen Rockband erzeugen.

Während der Corona-Pandemie hat das Paar die Bandpräsenz im Internet massiv erhöht und etliche Musikvideos produziert. Das wirkt nach. „Seit Anfang des Jahres haben wir noch mal extremen Zuwachs auf Facebook und Instagram, unsere Videos werden millionenfach angeschaut“, freut sich Dietel, „das spiegelt sich dann in den Besucherzahlen wieder.“ Hoffentlich auch in Stuttgart, wo Krash Karma am Mittwochabend im Schwarzen Keiler am Berliner Platz auftreten – für Dietel quasi ein Heimspiel.

Tour durch Amerika

Die weiteren Pläne für dieses Jahr stehen längst fest. Nach der aktuellen Europatour stehen im September und Oktober zahlreiche Konzerte in den USA an, Krash Karma werden kreuz und quer durchs Land reisen. Dann will das Duo ein neues Album aufnehmen. „Wir haben im letzten Jahr tausend Ideen gesammelt“, sagt Dietel, „im Studio können wir dann unsere kreative Seite wieder aufblühen zu lassen.

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