Den Grünen in Sindelfingen ist das exzessive Böllern an Silvester ein Dorn im Auge. Im Gemeinderat unternimmt die Fraktion nun einen entsprechenden Vorstoß.
Wenn es nach den Grünen in Sindelfingen geht, dann würde privates Feuerwerk im Stadtgebiet zum Jahreswechsel 2026/2027 deutlich reduziert. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion nun in den Gemeinderat eingebracht.
Kern des Antrags ist, dass die Stadt Sindelfingen künftig öffentliche Zonen festlegen soll, in denen privates Silvesterfeuerwerk erlaubt ist. In diesen Bereichen sollen zudem Müllcontainer zur sicheren Entsorgung der Feuerwerksreste aufgestellt werden. Gleichzeitig möge die Stadtverwaltung prüfen, ob ein Böllerverbot für Pyrotechnik mit reiner Knallwirkung – wie etwa Kanonenschläge, Knallketten oder Knallfrösche – eingeführt werden kann.
Darüber hinaus beantragen die Grünen, Alternativen zur Gestaltung des Jahreswechsels zu prüfen. Denkbar sind aus Sicht der Fraktion beispielsweise eine öffentliche Laser- oder Lichtshow sowie Klang- oder Lichtinstallationen. Einen ähnlichen Weg hatte im Kreis Böblingen zuletzt Holzgerlingen mit einem professionellen Feuerwerk auf dem Rathausplatz eingeschlagen.
Aus Sicht der Sindelfinger Grünen läge die Einschränkung privaten Feuerwerks klar im öffentlichen Interesse. Weniger Feuerwerk bedeute ein Mehr an Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Die Fraktion verweist auch auf Umfragen, wonach sich mittlerweile rund 60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland für ein absolutes Böllerverbot aussprechen.
In vielen europäischen Nachbarländern wie Österreich, der Schweiz, Frankreich oder den Niederlanden gelten bereits seit Langem teilweise oder vollständige Einschränkungen. „Auch in Sindelfingen vernehmen wir deutlich, dass ein Großteil der Bürgerschaft bei dieser Tradition umdenkt“, so der Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ulrich Hensinger.