Bogenschießen Nervenstarker Auftritt im Finale

Lässt die Konkurrenz in Wiesbaden stehen: Jonathan Vetter. Foto:  
Lässt die Konkurrenz in Wiesbaden stehen: Jonathan Vetter. Foto:  

Jonathan Vetter von der Schützengilde Ditzingen gewinnt bei der nationalen Meisterschaft in der Jugendklasse den Titel.

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Wiesbaden/Ditzingen - Die 61. Deutsche Meisterschaft der Bogenschützen, erstmals ausgetragen am Sitz des Deutschen Schützenbundes in Wiesbaden, ist Geschichte. Unter den 743 Teilnehmern wurden an drei Tagen in den drei Bogenarten Recurve-, Compound- und Blankbogen insgesamt 19 Deutsche Einzel- und 10 Mannschaftstitel vergeben. Den Höhepunkt bildeten die Finalkämpfe auf der Grünanlage „Bowling Green“ vor dem Wiesbadener Kurhaus, wo in der Olympischen Disziplin Recurvebogen nach Punkten und mit dem Compoundbogen nach Ringen im K.o.-System unter den jeweils besten 16 Vorkampfplatzierten die Medaillen verteilt wurden.

Aus dem Schützenkreis Leonberg waren in Wiesbaden insgesamt zehn Akteure vertreten. Einer von ihnen kam sogar mit Gold aus Hessen zurück. Jonathan Vetter von der SGi Ditzingen hatte den Vorkampf als Dritter unter den 44 besten deutschen Recurvebogen-Schützen der Jugendklasse beendet und sich im Finale vor weit über 1000 Zuschauern auf Platz eins geschossen. Im Achtelfinale gab es ein 7:3 gegen Björn Ertl (Berlin), im Viertelfinale ein knappes 6:4 gegen Philipp Kramer (Tacherting/Bayern), im Halbfinale einen 6:2 Sieg gegen den Vorkampfzehnten Domenic Merkel (SV Moosbach). Im Finale um Gold traf Vetter auf den Vorkampfsieger Matthias Potrafke und setzte sich nervenstark mit 6:2 (27:25/27:26/25:29/28:26) durch.

Silber in der Mannschaftswertung

Darüber hinaus waren seine 655 Ringe zusammen mit den 627 Ringen von Vincent Berg und den 585 Ringen von Abigail Meyer Grundlage für die Silbermedaille. Die SGi Ditzingen belegte in der Teamwertung mit 1867 Ringen Rang zwei. Der neue deutsche Meister aus Berlin hatte lediglich zehn Ringe mehr auf dem Konto.

Vincent Berg qualifizierte sich als Vorkampfneunter für die Finalkämpfe und besiegte im Achtelfinale Flavio Schlip mit 7:3. Pech für den Ditzinger, dass er im Viertelfinale auf den Vorkampfgewinner Matthias Potrafke traf und da seine Medaillenhoffnungen mit 3:7 Punkten (28:26 / 18:22 / 28:28 / 23:27 / 24:25) begraben musste. Bei einer anderen Konstellation wäre sicher mehr als Platz acht drin gewesen. Die Dritte im Bunde, Abigail Meyer, war mit 585 Ringen als 15. in das Achtelfinale geschlüpft und schied dort gegen die Vorkampfzweite Sarah Reincke (Villingen/ Schwenningen) mit 2:6 Punkten aus. Philipp Berg kam mit 575 Ringen auf Rang 30.

Bundesligaschützen verpassen die K.o.-Runde

Die Hoffnungen der Ditzinger Bundesligaschützen auf einen Platz im Achtelfinale haben sich dagegen nicht erfüllt. Udo Weyhersmüller hat sich mit 612 Ringen (Rang 29) zwar ordentlich aus der Affäre gezogen. Um unter die ersten 16 zu kommen, hätten es aber schon 627 Ringe sein müssen. Für Simon Höntsch endeten die Titelkämpfe mit 599 Ringen auf Platz 44, Christian Wegend kam mit 579 Ringen auf Rang 64 unter 74 Teilnehmern. Bei den Schülern, Damen, Masters und Senioren war der Schützenkreis Leonberg nicht vertreten, dafür jedoch mit Sandra Thalmann bei den Juniorinnen. Sie kam als Vorkampfelfte (536 Ringe) ins Achtelfinale, musste dann aber beim 1:7 gegen die spätere DM-Fünfte Johanna Heinzel passen.

Jan Hoffmann (SGi Ditzingen) und Klaus Maier (einziger Vertreter vom SV Wimsheim) hatten sich in der Masterklasse mit dem Compoundbogen qualifiziert, blieben jedoch in Wiesbaden deutlich unter ihren Möglichkeiten. Hoffmann (647 Ringe/Rang neun) wäre mit seiner Leistung von den württembergischen Meisterschaften (662) neuer deutscher Meister geworden – der Titel ging mit 658 Ringen an Holger Richter (Niedersachsen). Klaus Maier (622/Rang 31) wäre mit seinen 645 Ringen in den Top Ten gelandet.




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