Bogensport: DM in Berlin Als Hobbyschützin erneut auf dem Siegertreppchen
Die Bogensportlerin Nicole Müller von der SK Fellbach-Schmiden belegt bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Berlin diesmal den dritten Platz.
Die Bogensportlerin Nicole Müller von der SK Fellbach-Schmiden belegt bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Berlin diesmal den dritten Platz.
Wer den Trainingsfleiß als Grundlage für sportliche Erfolge nimmt, kommt bei Nicole Müller, 36, immer wieder ins Staunen. Denn die zweifache Mutter gewinnt Medaillen, obwohl sie es zeitlich nicht so oft in die Bogenhalle schafft. Bei ihr zählen Erfahrung, Nervenstärke und ein ruhiges Gemüt zu den Erfolgsfaktoren. Das hat sie am vergangenen Samstag im Horst-Korber-Sportzentrum in Berlin erneut bewiesen. Bei den deutschen Hallenmeisterschaften der Bogenschützen landete die Sportlerin von der SK Fellbach-Schmiden auf dem dritten Platz. Vor rund zwei Jahren hatte sie in Sindelfingen mit dem Recurvebogen den Titel gewonnen. Erst vor wenigen Wochen kam sie bei den württembergischen Hallenmeisterschaften in Ditzingen auf den zweiten Rang.
Am Freitagabend war Nicole Müller mit ihrem Ehemann Kai Müller und den Töchtern Elisa und Marlene nach Berlin gefahren. Am Samstagvormittag in der Qualifikationsrunde, in der jede Teilnehmerin zwei Mal 30 Pfeile auf die 18 Meter entfernte Zielscheibe schoss, kam sie mit 550 Ringen (von 600 möglichen) auf den 13. Platz. Am Nachmittag durfte sie in der Endrunde starten – jetzt hatten die Konkurrentinnen jeweils abwechselnd drei Pfeile pro Runde. Hier gewann sie zunächst gegen Clea Josina Reisenweber vom BSC BB-Berlin mit 6:5 (30, 29, 28, 28, 29, 9 im Stechen) und anschließend gegen Annika Rennett von den Krefelder Sportschützenkorps mit 6:2 (28, 29, 28, 29).
Im Halbfinale gegen die Topgesetzte Svenja Herrmann hatte sie bereits mit 4:0 geführt, war dann aber zweimal nicht so treffsicher und verlor noch mit 4:6 (28, 30, 25, 29, 25). Im Duell um die Bronzemedaille setzte Nicole Müller sich letztlich gegen Daniela Klesmann von der SGes Bempflingen, ihre Finalgegnerin von 2024, mit 6:0 (28, 28, 30) durch. Die Goldmedaille sicherte sich Lea Marie Schweer von der SG Hagenburg-Altenhagen.
Mit dem Team der SK Fellbach-Schmiden war Nicole Müller in der abgelaufenen Saison in der Württembergliga gestartet und hatte gemeinsam mit Philipp Kühnle, Philipp Schultze, Karin Schinken und Achim Beck den sechsten Platz belegt.