Bonn Center gesprengt Ehemaliges Wahrzeichen ist nur noch Schutt und Asche

250 Kilogramm Dynamit legten das ehemalige Wahrzeichen der Bonner Republik in Sekunden in Schutt und Asche. Foto: dpa 6 Bilder
250 Kilogramm Dynamit legten das ehemalige Wahrzeichen der Bonner Republik in Sekunden in Schutt und Asche. Foto: dpa

Nach wenigen Sekunden war es vorbei: Ein lauter Knall, Trümmer und Staub, dann war das Bonn-Center gesprengt und Geschichte.

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Bonn - Das zu den Wahrzeichen der Bonner Republik zählende Bonn-Center ist nach monatelangen Vorarbeiten wie geplant am Sonntag mit 250 Kilogramm Dynamit gesprengt worden. Der laute Knall ertönte um 11.00 Uhr - nach wenigen Sekunden lag das Bauwerk in Schutt und Asche. Es sei alles ohne Probleme und wie vorgesehen abgelaufen, bestätigte die Polizei. Eine riesige Staubwolke stieg auf und zog über Einsatzkräfte und zahlreiche Schaulustige hinweg. Für die Sprengung galten unterschiedlich strenge Sperrzonen; sie wurde live im Fernsehen übertragen.

Mit 18 Stockwerken war das 1969 auf dem Gelände eines ehemaligen Schrebergartens errichtete Gebäude am Rande des Regierungsviertels das damals zweithöchste Haus in der Bundeshauptstadt. Kurz vor der Eröffnung besuchte 1969 der frischgebackene Bundeskanzler Willy Brandt zusammen mit seinem Sohn Matthias das Gebäude. Man zog sogar Vergleiche zum Rockefeller Center in New York.

Treffpunkt der Politiker

Das Bonn-Center beherbergte Geschäfte, Restaurants, ein Schwimmbad, Fernsehstudios und ein Hotel, in dem im Laufe der Zeit viele Staatsgäste abstiegen. Untergebracht waren auch mehrere Botschaften und zahlreiche Medien. Dazu kam auch ein Hotel und das Restaurant Ambassador, das von den Bundeskanzlern Willy Brandt, Helmut Schmidt (beide SPD) und Helmut Kohl (CDU) besucht wurde. Auf der Fläche des gesprengten Hochhauses soll nun ein neues Stadtquartier mit Gewerbeflächen errichtet werden, das bis 2020 fertiggestellt werden soll. Dazu zählt auch ein Hochhaus, das mit bis zu hundert Metern deutlich höher als das Vorgängergebäude werden soll.




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