Bordeaux Die Aufregende

Von red 

Wie keine zweite Stadt steht Bordeaux für die französische Lebenskunst: Hier kommen ein außergewöhnliches Kulturerbe und die größten Weinbaugebiete der Welt zusammen.

Saint-Émilion Foto: David Remazeilles 5 Bilder
Saint-Émilion Foto: David Remazeilles

Die Stadt im äußersten Südwesten des Landes, unweit des Atlantiks, hat sich in den vergangenen zehn Jahren verändert. Moderne Architektur fügt sich in das historische Stadtbild ein, alte Stadtviertel leben durch ein junges Publikum wieder auf und der Hafen wird zu einem neuen Hotspot. Der historische Stadtkern zählt zum Unesco-Weltkulturerbe. Wer hier in die Straßen und Gassen eintaucht, erlebt eine quirlige Stadt.

Kaufhäuser, Boutiquen, Cafés und Bistros, Galerien und Museen reihen sich aneinander. An den Straßenkreuzungen gibt es kleine Parks, die zum Verweilen einladen. Denn Bordeaux ist eine aufregende Großstadt, keine Frage. Doch sie fordert auch dazu auf, sich Zeit zu nehmen und zu genießen.

Das gilt auch für die französische Küche, und gastronomisch hat Bordeaux viel zu bieten. Junge, experimentierfreudige Küchenchefs laden dazu ein, neue Geschmacksrichtungen und kulinarische Zusammenstellungen zu entdecken.

Lebendige Stadtkultur

Dieses Flair zieht viele Künstler an, die in dem einzig­artigen Charakter der Stadt eine Quelle für ihre Inspiration finden. So ist in den vergangenen Jahren eine brodelnde, alternative Kulturbewegung entstanden. Sogar Street-Art gilt es an den Straßenecken zu entdecken und die Musikszene zählt zu den lebendigsten in Frankreich.

Der nördliche Stadtteil Chartrons war einst eine Hoch­burg der Weinhändler. Heute haben sich hier vor allem Antiquitätenhändler und Läden für Designobjekte niedergelassen. In der Altstadt haben mittlerweile die Fußgänger Vorfahrt, für Fahrradfahrer gibt es neu angelegte Radwege. Saint-Pierre ist ein junges Ausgehviertel. An den Straßenecken findet man schöne Plätze zum Verweilen und in den Straßen reiht sich ein ausgezeichnetes Restaurant an das andere. Das kosmopolitische Viertel Saint-Michel verführt mit seinen Gewürzdüften, dem lebhaften Markt Capucins und den Trödelläden. Bei Studenten ist besonders der Place de la Victoire beliebt.

Ein Tipp: Wer durch die Straßen flaniert, sollte seinen Blick auch nach oben richten. Dann sieht man die ganze Pracht der Häuser mit den bordelaiser Masken, in Stein gehauene Figuren, die die Fassaden zieren. Auch das Umland ist einen Ausflug wert. Am rechten Ufer der Dordogne liegt das Städtchen Saint-Emilion, das ebenso für seinen Wein wie auch für seinen mittelalterlichen Stadtkern bekannt ist. Ein Besuch der größten Felsenkirche Europas mit ihrem charakteristischen Turm ist lohnenswert. Mondän geht es in dem Seebad Arcachon mit seinen Villen aus der Belle Époque zu. Das Bassin und die Strände bieten viele Freizeitmöglichkeiten. Unweit der Stadt liegt die Düne von Pilat. Über eine Treppe kann man Europas größte Wanderdüne besteigen: 110 Meter hoch, 500 Meter breit und fast drei Kilometer lang.

Zurück in den Hafen von Bordeaux, dem Stadtviertel, in dem sich in diesem Jahr viel tut. Wegen seiner Form, den der Fluss Garonne in der Stadt annimmt, wird der Hafen „Port de la Lune“ genannt. Im Herbst erhält das Viertel am Hafenbecken eine neue Galionsfigur. Das neue Musée de la Mer de la Marine widmet sich dem maritimen Element in Geschichte, Wissenschaft und Kultur.


Veranstaltungstipps

Bordeaux Fête le Vin 2018 begrüßt Großsegler Bordeaux Fête le Vin, das größte Weintourismus­event Europas, das den Bordeaux-Weinen und den Weinen aus der Aquitaine gewidmet ist, feiert vom 14. bis 18. Juni sein 20-Jahr-Jubiläum. Mit einem Verkostungspass können die Besucher an einer drei Kilometer langen Weinstraße auf den Quais von Bordeaux die Weine der Region entdecken und kosten sowie sich mit den Winzern austauschen.

Zu dieser Jubiläumsausgabe empfängt Bordeaux Fête le Vin einen Ehrengast: die renommierte Tall Ships Regatta, einen Wettkampf der schönsten und größten Segelschiffe der Welt. Die Belem, die Morgenster, die Arawak, de Atyla: Einige Namen machen schon die Runde, die definitive Liste wird im April veröffentlicht.

Die Schiffe segeln in Liverpool los, machen in Dublin Station und legen um den 14. Juni im Port de la Lune an. Sie bleiben die vier Tage des Festes am Quai und öffnen ihre Laderäume zu täglichen Besichtigungen für Publikum. Die Segelschiffe fahren am Montag, den 18. Juni, in einer großen Schiffsparade wieder aufs Meer hinaus. Sie erinnert an die legendäre Regatta Cutty Sark, die 1990 Hunderttausende auf die Quais geführt hatte.

Verkostungspass im Vorverkauf vom 15. März bis 10. Juni (13 Euro). Voller Preis (21 Euro) ab dem 11. Juni.

Weitere Infos zum Weinfestival

 

 


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Rendez-vous en France Ausgabe 2018

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