Der Mythos „Steppenwolf“ ist mit Filmausschnitten aus den wilden 1960er Jahren in der neuen Doku im Ludwigsburger Cagliari zu erleben.
Steppenwolf ist eine der legendärsten und rätselhaftesten Bands in der Geschichte der Rockmusik. Ihr Song „Born to Be Wild“ wurde zur Hymne einer ganzen Generation. Das Haus des Dokumentarfilms zeigt am Mittwoch, 17. Juli, um 19.30 Uhr im Ludwigsburger Kino Cagliari die neue Doku des Regisseurs Oliver Schwehm.
Die Rockband steigt zu Ruhm auf – und stürzt ab
Was nur wenige Zeitgenossen wissen: Die Band Steppenwolf hatte als Gravitationszentrum zwei deutsche Auswandererkinder. Sänger John Kay war Kriegsflüchtling aus Ostpreußen, Bassist Nick St. Nicholas stammte aus einer angesehenen hanseatischen Familie. Der Dokumentarfilm von Oliver Schwehm führt den Zuschauer vom kriegsgebeutelten Deutschland zu den Straßen der Arbeiterklasse in Toronto und nach Los Angeles, wo die Rockband zu Ruhm aufsteigt und dann abstürzt.
Über seinen Film sagt Regisseur Oliver Schwehm: „Ein ganz besonderer Schatz sind die 20 Stunden Super-8-Aufnahmen, die uns der Bassist Nick St. Nicholas zur Verfügung gestellt hat, die wir für den Film aufwendig restaurieren konnten und die uns direkt ins verrückte Kalifornien der späten 1960er-Jahre zurück beamen, in der Steppenwolf mit The Doors, Creedence Clearwater Revival und Janis Joplin auftraten – und der Konsum von LSD allgegenwärtig war und noch nicht unter Strafe stand.
Schließlich ist es uns gelungen – und das war ein ganz besonderer Glücksmoment – die allererste Demo-Aufnahme von "Born to Be Wild" ausfindig zu machen. Ein akustischer, intensiver Rohdiamant und eine Aufnahme von pophistorischer Bedeutung, von der weder John Kay noch die übrigen Band-Mitglieder wussten, dass sie überhaupt noch existiert, und die in diesem Film erstmals für die Öffentlichkeit zu hören sein wird."
Der Film wird am Dienstag schon in Stuttgart gezeigt
Der Film wird übrigens auch in Stuttgart gezeigt. Er läuft dort am Dienstag, 16. Juli, um 20.30 Uhr im Atelier am Bollwerk. Dort wird Goggo Gensch das Publikumsgespräch mit Filmemacher Oliver Schwehm begleiten, am Mittwoch die Kuratorin Christine Schäfer.